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Annales Marchiae|| Brandenbvrgicæ,|| das ist|| Ordentliche|| Verzeichnuß vn|| beschreibung der fürnemsten vnd|| gedenckwirdigsten Märckischen Jahrgeschichten vnd Historien,|| so sich vom 416. Jahr vor Christi Geburt, bis auffs 1596. Jahr|| im Churfürstenthumb Brandenburg, vnd dazu gehörenden Landen vnd|| Herrschafften, von Jahr zu jahr begeben vnd|| zugetragen haben.|| Aus vielen glaubwirdigen Scribenten vnd Büchern, auch aus|| bewerten vrkunden vnd vielen alten monumentis, zusam-||men getragen vnd beschrieben.|| Auch mit vielen Bildnüssen vnd Figuren gezieret, vnd mit einem vollkom-||menen vnd richtigem Register verfasset,|| Durch|| M. Andream Angelvm, Strvthiomon-||tanvm.||
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Das dritte Buchs 419 ment ſolcher erſcheinungen Exempel ver handen/ vnd ſonderlich extra ordinarſè den bedrengten vnnd vom Teufel geplagten Chriſten zum troſt/ damit fie leiblicher weife von dem Voſewicht angefochten werden: Sie auch durch die Engel in leiblicher ges

ſtalt auffgerichter wuͤrden: Oder aber/ daß/ gleich wie deß M Errn Chriſti Zulunfft/

ins fleiſch durch die lieben Fron Geiſterlein verluͤndiget: Alſo auch feine erſchei­nung zum letzten Gerichte durch dieſelbe der Welt ange eiget werden elt. So ſeind doch ſolche gedancken auff jetzo in betrachtung aller vmbſtande beſeit zu ſetzen/ nnd wir nicht/ ob die Engel er ſcheinen konnen(welches niemals von rechtgläubigen in zweiffel gezogen) ſondern ob vns Gott der allmaͤchtige ein beſonders auſſerhalb deß ordentlichen Lehr vnd Predigampts/ in dieſer letzten Welt machen woͤlle/ beden­cken haben.. So ſetzen wir anfaͤnglich diß zum grunde/ das nach dem geoffenbartem Euan­gelio nach den Apoſtoliſchen vnnd Prophetiſchen Schrifften deß alten vnd deß ne­wen Teſtaments/ nirgendts geleſen wird/ daß vnſer HE rr Gott feine Chriſtliche Kirche/ auff newe wei e durch Engel hette mündlich vnterweiſen vnd lehren laſſen/ oder auch in ſeinem wort verſprochen vnd zugeſagt/ das er der Welt zum Valet nach dem er in den letzten tagen durch feinen Sohn geredet/ Engeliſche Prediger zuſchicken wolte. So nſt ſtehets darauff/ daß wir Chriſtum hören Matt. 7. Cap. Dent. 8. Moſen vnd die Propheten micht verachten Luc. j6. vns ans Geſetz vnnd Zeugnuͤß halten/ Eſai n 8. weder durch Prieſter noch durch Brſeffe abführen laſſen. 2. Theſ­ſal.. Au f zeichen oder Wunderwerck des Satans oder falſche Chriſten nichts ge­ben Matth. 24. Vnnd gewiſſe fein ſollen/ das alles/ was vns zur Seligkeit von noͤten/ zus dem heiligen Euangelio gnug am geprediget wird/ oh an. 2). Nom. j. Zum andern/ iſt das vnleugbar/ das der tauſent Kunſi ler auff mancherley wei­ſe den Kindern Gottes nachſtellet/ potentia; lignis, prodigijs mendacibus fraude, wie der Apoſtel 2. Chef, 2. anzeigen thut/ vnd ſich in einen Engel deß Liechts viel⸗ saß faltig zuuerſtellen weiß z. Corinth. IJ. daß es fast ſchwwer die Geiſter zu vnterſchei⸗ n. nn den/ wie daſſelbe bezeuget der D. Auguſtinus de Gen. ad lit. Lom 3. Diſcretio fine de proba . eſt, cum Spiritus malignus quaſi tranquillus agĩt ac ſine vexatione ali- tione fpie qua cht poris aſſumpto humano ſpiritu dicit, quod potelt quando etiam vera dicit rituum & vtilia prædicat, transfigurans fe, velut ſcriptum, in Angelum lucis, ad hoc, vt i. par. cum illi in bonĩs manifeſtis creditum füerit, ſeducat ad ſua ober. ;; Caſsian. Iſt demnach gute achtunz darauff zu geben/ was für Geiſter vns durch den Huͤ⸗ ö. 5 ter geſellen/ Gabriel Kummer genand/ vnnd durch andere beſeſſene vns wollen predi⸗. ö. gen/ oh ſie gut oder böfe geweſen/ vnd gehoͤret freylich dreyerley Proba darzu; Ser Johan.. ptura Oratſo, Conſideratio iuxta Anshe].& Jer lonem. Die armen Leutlein Bon. in welche q ſcrerſonis Spiritum,(dauon der Apoſtel) Corinth jꝛ. nicht haben, haltens 3 ect. dit färnemlich für gute Engel/ das). einmal dieſe wort Fortirudo Hei von jhnen gele⸗ A ſen/. Daß fie das Te Heum laudamus geſungen. 3. Wider den Satan geſtritten,. 4. Vnd ſie vermahnet haben/ ſie ſollen ſich nicht fürchten, un Cheinet gewiß Cr nr. hiebey das Schema Angel! lucis, darauff man billich n den da mil, 8 de worten vnd geberden/ ſich ohne zweiffel der Lucifer fromb vnd, er eiget robati. Specie tenus, vt videatur elle, qui non elt dardurch mehr ver uͤhrung 7 ,, one ſpi­vnd Pharſſeiſche gleißnerey einzuführen. Dieſe vn ſachen aber gelten nicht 9. viel ats rituum, einfelefge danon etwan halten mochten/ die well der böfe(ůgengeiſt wol eines En­

gels Namen zuflhren/ ſich vnterſtchen darff/ nach dem er ſich nicht geſchemet Chri,. ſtum zu nennen ,wie in der Hiſtorig Martini Hilartonis vnd andern ge eſen wird: ar. Ego{um Chriſtas ſpricht er allda/ Rt N.. A Hiero­ündiget/ Matt) 24 Ihm aber der liebe Martinus wolge.+ E80 nolo nymus in . Math* 59 DI Chriftum N Hr.

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