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Der Raschi-Kommentar zu den fünf Büchern Moses / vollständig ins Deutsche übersetzt mit beigedrucktem Bibel-Texte in einem Bande von Julius Dessauer, emerit. Rabb., Herausgeber des: "Lexikon der Kernsprüche für Talmud und Midrasch", des "Schlüssel zum Gebetbuch sammt Ritualgesetze der Israeliten ... u.a.m.
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keinen Erſatz ſchuldig, wie es dort heißt: Es wird geſtohlen aus dem Hauſe dieſes Mannes, wenn der Dieb nicht entdeckt wird, ſo tritt der Hausherr vor die Richter, um den Eid zu leiſten, woraus zu erſehen iſt, daß er durch dieſe Eidesleiſtung frei wird. Die ſer Abſchnitt aber ſpricht von Einem, der für Lohn etwas aufbewahrt, ein ſolcher wird nicht frei, wenn die anvertraute Sache geſtohlen wird, wie es V. 11 heißt: Wenn es ihm geſtohlen wird, ſo muß er es bezahlen; anders verhält es ſich bei Zufällen: wenn es von ſelbſt gefallen oder beſchädigt oder gewaltſam von Räubern weggeführt wurde, und Niemand es ſah, um es bezeugen zu können. ]10.[ תהיה‎ mn שבועת‎ 0 muß er ſchwören, daß es ſo iſt, wie er geſagt hat, daß er zu eigenen Zwecken nicht Hand daran

RASCHI Mos. II, KAP. 22

hätte, und dann ein Unfall dem Thiere zugeſtoßen wäre,

שמות משפטים כב ON‏ לא שלח ידו בַּמְלְאכֶת רעה! לקה ליו l; gore NZ) גיב ינגב מעמו שלֶם אם שכיר הוא בָּא בְּשְכָרו: לו כָּסֶף DE) כְּמֶהַר rin‏

-.

gelegt, denn wenn er es für ſich verwendet

ſo müßte er dieſen Unfall

entſchädigen. ולקה‎ Der Eigenthümer anerkennt den Schwur. ולא ישלם‎ Der Hüter braucht gar nichts zu zahlen. 12] אם טרף יטרף‎ Wenn es durch ein wildes Thier

zerriſſen wurde,

letztes, ſondern המרפה‎ das Verletzte, es

muß er Zeugen bringen,‏ יביאהו עד הטרפה לא ישלם zerriſſen wurde, und er iſt ſtraflos. wo er zahlen muß,‏ ,טרפה gibt nämlich‏

daß es ohne fein Verſchulben Es ſteht nicht טרפה‎ ein Ver­

und Fälle, wo er nicht zu bezahlen braucht; was z. B. durch eine Katze, einen Fuchs oder einen Marder zerriſſen wird, bezahlt er, was aber ein Wolf, Löwe,

Bär oder eine Schlange

zerreißt, zahlt er nicht. Was berechtigt dich ſo zu urthei­

len? weil es heißt: Wenn es ſtirbt, oder es wird verletzt oder weggetrieben, ſo wie

man nun vom Tode ſich nicht retten kann,

treiben derart ſein, daß kein Retten möglich etwas entlehnt, muß auch für alle Schäden einſtehen.

ſo muß auch das Verletzen oder Weg­

war.]18.[ וכי ישאל‎ Dies lehrt, wer בעליו אין עמו‎ Wenn der Ei­

genthümer des Ochſen nicht bei der Arbeit anweſend iſt. 14. בעליו עמו‎ ax Db er

bei dieſer oder bei einer andern Beſchäftigung iſt, weſend, ſo braucht er gerade nicht anweſend zu ſein

ſobald er beim Verleihen an­bei der Verletzung oder beim

Verenden. אם שכיר הוא‎ Wenn der Ochſe nicht geliehen, ſondern gemiethet iſt, ſo iſt

er um den Miethpreis zum Miether gekommen,

und nicht leihweiſe, ſomit iſt die

Verwendung desſelben doch nicht umſonſt, weil er doch Miethslohn entrichtet, daher wird das Thier nicht als geliehen betrachtet, ſo daß er auch für Unfälle

haften müßte. Es

Heißt aram. wie‏ שדל, ארי ישרל ihr eine Morgengabe feſtſetzen,‏

eine כתובה‎(Ehevertrag) ausfertigen und fie dann

iſt unbeſtimmt, ob er wie Dam שומר‎ len ſei, darüber ſind die iſr. Weiſen getheilter Anſicht: wie Einer, der umſonſt hütet, R. Jehuda aber meint, hütet. 15 וכי יפתה‎ Er redete ihr zu Herzen, פתוי‎ im Hebräiſchen überreden. מהר ימהרנה‎ Er muß d. h. er muß ihr wie der

oder שומר שכיר‎ zu beurthei­R. Meir meint, er zahle, wie Einer, der für Lohn bis fie einwilligte; fo auch Onkel.

Mann ſeiner Ehefrau zur Frau nehmen. 16. כמהר‎

Was fünfzig Silberſtücke beträgt, wer nämlich ein jungfräuliches Mädchen‏ הבתולות

gewaltſam ſchwächt, denn ſo heißt es M.

5, 22, 29: Der Mann muß dem Vater

dieſes Mädchens fünfzig Silberſtüicke geben. 17 מכשפה לא תחיה‎ Sie fol durch

das Gericht

umgebracht werden, es iſt gleichviel, ob Männer oder Weiber Zauberei