Heft 
(1897) 07
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Bruch mit Mar- morhäuscheu in den Bergen von Serrnvezza.

Stachelstab, andre rennen zn Fuß neben dein Fuhrwerk her, mit der Stimme und dem Stachel die Tiere anseuernd. Tie Fortbewegung geschieht stoßweise auf der schauderhaften, von oft schuhtiefen Fahrgeleisen zerschundenen Straße. In gleichmäßigen Pausen erheben die Männer ein wildes Geheiil, das eine ganz bestimmte Tonfolge hat, und die auf den Jochen Sitzenden packen zugleich das Fell der Ochsen am Halse und schütteln es krampfhaft, was die Tiere in Ver- -

zweifluug zu treiben scheint, denn nun machen sie eine krampfhafte Anstrengung, und der Karren rumpelt hastig eine Strecke weiter, wobei dichter Marmorstanb auf- wirbelt. Dann eine Pause, Ochsen und Treiber verschnaufen, und von neuem beginnt

die vorige Prozedur. Bon dem vordersten Joch starrt eine Holzgabel mit den Zinken in die Luft, durch welche die lange Teichsel gestützt werden kann.

Ter Stachel hat die unglücklichen Tiere so zahn: gemacht, daß sie nie einen Widerstand versuchen. Vorsichtig bewegen sie die un­geheuren Hörner, um Menschen und Tiere nicht zu verletzen, aber aus den großen, furcht­bar ernsten Augen sieht dis stumme Oual, die bis zun; letzten Atemzug dauert. Aus Halteplätzen brechen; sie ohne weiteres in die Kniee und liegen unbeweglich, als ob es Hebel brauchte, um sie wieder aufzurichten, doch dazu genügt das bloße Herantreten des Treibers mit dem Stachel, bei dessen Anblick das Tier sich stumpf und schwer erhebt, um seinen Marterweg von neuem zu beginnen.

Vor dei; Sägemühlen am Carrions werden die Fuhren abgeladen. Diese

und den brausenden Wassern, die über ihre Räder stürzen, ein großer Schmuck der Gegend.

In Menge lagern die Blöcke vor den Thüreu und längs der Flnßufer, zwischen ihnen die zer­sägte;; Platten, die für die Poliermaschine bereit sind. Interessant ist es, daß hier überall neben der vervoll- kommneten Technik die primitive Industrie, aus der jene hervorging, sortdauert. Neben den Sägemühlen arbeitet die ursprüngliche Handsäge ruhig weiter, denn die Feinheit ihrer Arbeit wird von der Maschine nicht erreicht; man kann sie überall im Freien in Thätigkeit sehen. Die Marmorsüge hat keine Zähne, sie ist ii; einen schweren

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Marmoriägemühle bei ZervaveM.

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