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Wir finden Zollern an der Seite der Hohenſtaufen und neben dem Welfen Otto. Zollern haben mit dem Kaiſer aus em Wittelsbacher Hauſe gegen die Habsburger gekämpft, mit en Luxemburger Kaiſern ſich gegen die Wittelsbacher veründet.
Wenn es irgendwann im XIII. oder XIV. Jahrhundert „hart auf hart“ kam, ſo ſtand faſt immer ein Zoller an des aiſers Seite. Ein Rufer in ſeinen Schlachten, ein Weiſer in ſeinem Rate, ein Verfechter ſeiner Sache auf den Reichstagen nd Konzilien, ein Geldgeber in ſeinen Verlegenheiten.
Aus dem Danke der Häuſer Hohenſtauffen, Naſſau, HabsN burg, Wittelsbach und Luxemburg erwuchs im Archive der Plaſſenburg eine großartige Sammlung von Privilegien, Freibeiten, Standeserhöhungen, Schenkungen und Beſtätigungen. A Wahrlich, die Burggrafen von Nürnberg taten ihre Dienſte nicht umſonſt; ſelbſt die Kraft ſeiner Lenden hat ein aiſer ihnen verpfändet. Am 18. Februar 1368 verpflichtete ſich der kluge Kaiſer Karl IV. urkundlich, innerhalb 5 Jahren eine Tochter zu erzeugen, und dieſe ſofort nach ihrer Geburt einem Sohne des Burggrafen Friedrich zu vermählen, den dieſer bis dahin erzeugt haben ſollte.“)
0 Bot ſchon im XIV. Jahrhundert ein Kaiſer einem Burg
grafen die Hand ſeiner Tochter, ſo weigerte im XV. Jahrhundert keines der alten Fürſtengeſchlechter eine Tochter dem Werben eines Hohenzollern.
Und doch galten ſie auch noch in dieſem Jahrhunderte vielen als die Emporkömmlinge unter den Fürſten des Reichs. Herzog Ludwig von Bayern ſchleuderte dem Markgrafen Albrecht noch 1460 als Schimpf ins Antlitz:„Daß das Haus zu Bayern mit hoher redlicher Geburt vaſt anders, dann der
0 1) Die älteſte Tochter dieſes Burggrafen war mit dem ſpäteren Kaiſer Wenzel, die jüngere Tochter mit dem ſpäteren Kaiſer Sigmund verlobt. Aber von allen dieſen Verabredungen wurde nur die oben erwähnte eingehalten. Pelzel Karl IV., II. S. 293 uſw.