Skizzen. remd war!) und daß ſich das nationale Ehrgefühl der Kurie egenüber ſehr abgeſtumpft hatte.
Des Papſtes Legaten eröffneten mit den kaiſerlichen
Boten zuſammen die Reichstage. Der Papſt beſtätigte den neuen Zoll in Trier. Als der Kaiſer ſich weigerte, zu Lebzeiten des Pfalz: grafen Friedrich deſſen Mündel Philipp, den rechtmäßigen Erben, von der Kurwürde und der Regierung der Pfalz aus I zuſchließen, genügte die beim Papſte erwirkte Beſtätigung völlig, die„Abrogation“ durchzuſetzen. Der ſchwäbiſche Städtebund riet Rottweil und Schaffhauſen, die gegen einen Schiedsſpruch des Pfalzgrafen Friedrich an den Kaiſer appelliert hatten, daß ſie, falls dieſer ihre Appellation verwerfen ſollte, gegen ſein Urteil Berufung beim Papſte einlegen ſollten.“) Auch Markgraf Albrecht eilte nach Mantua, um ſich die Privilegien ſeines Landgerichtes vom Papſte beſtätigen und er weitern zu laſſen.“)
Die Herzöge Chriſtoph und Albrecht von Bayern wall
fahrteten nach Rom.„Zu Ehren ihrer Frömmigkeit“ ſollte der Papſt alte, wohlerworbene Rechte der Stadt Regensburg für nichtig erklären. Als der Papſt ſich weigerte, drohten die Her zöge,„unausgerichtet“ wegzureiten.“)
Denn gleichgültig, ob der Papſt eine Entſcheidung in weltlichen Dingen ſich angemaßt hatte, oder um ſie erſucht worden war, gegen wen ſie ausfiel, der dachte wie der König
von Böhmen, Georg Podiebrad:„Soll ein geiſtlicher Richter Macht haben, unter einem geistlichen Vorwande den welt lichen Fürſten ihre fürſtliche Gewalt zu nehmen, ſo möchte kein
Ficker,„Deutſches Königtum und Kaiſertum“, S. 121. 2) Eichmann, Der St⸗ädtekrieg von 14491450, beſonders die Fehde Herzog Albrechts v. Oſterreich mit den ſchwäbiſchen Reichs
; lädten“, S. 25. 9) Vgl. ſpäter. ) Gemeiner, Regensburger Chronik, III, S. 445.
Markgraf Albrecht Achilles I.