hier ieſe
ken em OT: ind
em ern uft em
übe ite.
ert
be; ge
Skizzen.
eben und der deutſchen Ordensritter, die Werke der Barmherzigkeit, die Alexianer, Antonierherren, Schweſter und Brüder des Heiligen Geiſt⸗Ordens, Gottesfreunde, Eliſabetherin
nen und Beguinen ausführten, werden wie etwas Selbſtver
00 ſtändliches kaum erwähnt, ſind heute lange vexgeſſen.
Dagegen ſind die Kampfſchriften, die die Konzilien vor
bereiteten, die Begründungen der Anträge auf den Konzilien, die Hirtenbriefe der Biſchöfe, die Beſtimmungen der Synoden, f unerſchöpfliche Beweisquellen für die tiefgeſunkene Moral des geiſtlichen Standes.)
Auch war es für viele niedrige Geiſtliche im XV. Jahrhun
dert ein dankbares Thema, von der Verworfenheit des
Papſtes?) und der Prieſter, der wachſenden Macht des Antichriſt') und dem Herannahen des jüngſten Gerichtes zu predigen.
Natürlich kam auch hier der Rauch vom Feuer.
Es war eine groteske Forderung, die weltbeherrſchende und weltvereinigende Kirche auf ihren urſprünglichen primitiven Zuſtand zurückführen zu wollen, ihren Dienern die Armut der Apoſtel, die Märtyrerfreudigkeit und Bedürfnisloſigkeit der Biſchöfe der Urkirche zur Nacheiferung zu empfehlen.
Tatſächlich war dieſe immer wiederkehrende Forderung
nur ſelten ernſt gemeint;“) fie diente meiſt nur als ein Agitationsmittel, das dartun ſollte, wie weit ſich der beſtehende
Zuſtand von dem einſtigen, auf dem er ſeine Rechte gründete, entfernt hatte.
N In der Tat aber hätten die Apoſtel wohl mit Staunen auf viele habgierige, geile Nepoten geſchaut, die ſich um die Päpſte drängten, auf die Kardinäle, Kurialprälaten, Sekre
) Jäger,„Der Streit des Kardinals Nikolaus von Cuſa mit
dem Herzog Sigmund von Hſterreich“, S. 31.
) Gebhardt, Die Gravanina der deutſchen Nation gegen den
römischen Hof“(Diſſ.), S. 4—7. 3
) Liliencron, Hiſt. Volkslieder, II. S. 57, Vers 575—578. ) Wie bei Thomas Eben dorfer,„Über Pontificum'; © Arthur Lewi nſohn, Mitt. d. Inſt. f. öſterr. Geſchichtsf., XX, S. 97.