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zu regen begannen, wußte der geiſtvolle Staatsmann, der Freund der Maler und Dichter, nicht zu ſchätzen.
Von den Nürnbergern ſagt Celtis“):„und als die Bienen mancherlei Blumen durchſchweifen, das ſie Honigſamen aufbewahren und die Bienenſtöcke reich machen, alſo ſuchen die Nürnberger von manchen Gegenden Reichtümer, Habe und Güter zuſammen“.
Nicht nur in Oſt und Weſt, Nord und Süd des Reiches, auch in Rom und Venedig, in Krakau und Konſtantinopel handelten die Kaufleute der Stadt.“) Die Ravensburger Handelsgeſellſchaft hatte in Venedig, Genua, Valencia, Alicante und Saragoſſa Niederlaſſungen.?) Das kleine Städtchen wagte damals, mit eigenen Mitteln den Verſuch, eine Waſſerſtraße bis zum Bodenſee zu bauen.“) Auf dem Rhein wurde jährlich für 6 700 000 Gulden Waren verzollt; viermal mehr, als ein Jahrhundert früher.?) Im Hafen von Köln ſtieg der Umſatz von 37 000 000 Mark im Jahre 1368 auf 210 000 000 Mark im Jahre 1465.)
Während die Mitglieder des„Patriziats“ ſich meiſt von ihren„Zins und Gülten“ ernährten, außerhalb der Stadt ihre Güter oder die ihnen verliehenen Lehen benachbarter Fürſten bewirtſchafteten, nur wenige großen Handelshäuſern vorſtan
) Conrad Celtis,„Beſchr. v. Nürnberg“, S. 41. Manuſkript in der Münch. Hofbibliothek.
2) Nürnberger, Kr. A. Nürnberger Briefbücher, Bd. XIV-XXIII. Vgl. Hüllmann,„Städteweſen des Mittelalters“, S. 330 f. und S. 379 f., ſowie Roth,„Geſch. d. Nürnbergiſchen Handels“, Bd. I, S. 83250.
3) Stälin,„Württembergs Geſch.“, Bd. III, S. 779. Vgl. auch Schulte,„Geſch. d. mittelalt. Handels“, S. 623 ff.
) Mit wie kleinlichen Mitteln die benachbarten Reichsſtädte dieſen Verſuch hinderten, darüber handelt Schöttle im 38. Heft des „Vereins f. d. Geſch. d. Bodenſees“.
) Lamprecht,„Deutſche Geſch.“. 2. Ergänzungsband, 1. Hälfte S. 41. Vgl. auch Mone,„Z. f. d. Geſch. d. Oberrheins“, IX.
) Lamprecht,„Deutſche Geſch.“, Bd. V, S. 54.