Die Iugendzeit des Markgrafen.
In der folgenden Zeit blieb Albrecht an der Seite feines Vaters in Franken;) zuſammen mit ihm und feinen anderen Brüdern Friedrich d. A. und Friedrich d. J. beſuchte er im April 1433 den Nürnberger Tag.
Im Sommer ſandte ihn der Vater in die Mark, wohl weniger, um dem älteren Bruder gegen den Anſturm der Huſſiten zu helfen, als um dort ſeine kriegeriſchen Kenntniſſe zu erweitern.“)
In Konſtanz wurde indeſſen der Streit über die zum Schein auf ihn und ſeine Brüder übertragenen Erbſchaftsanſprüche') ſeiner Mutter zum Abſchluß gebracht. Kaiſer Sigmund entſchied, daß Herzog Heinrich von Bayern zur Abfindung dieſer Anſprüche ſeiner Schweſter 35 000 Gulden bezahlen und 30 000 Gulden auf 10 Jahre leihen ſollte.
Mit der ganzen Summe löſte dann Eliſabeth, natürlich mit der formellen Einwilligung ihrer Söhne, die ihr verſchriebenen, dann aber verpfändeten Schlöſſer aus.“)
Erſt im Mai 1434 iſt Albrecht wieder in Franken.“)
Als Zuſchauer finden wir ihn mit ſeinen Eltern, Brüdern und einer Schweſter bei einem größerem Turnier in Nürnberg. Im Juli begleitete er ſeinen Vater zum Ulmer Reichstag;“) der
) Im Dezember 1432 geleitete Albrecht die nach Baſel abgeordnete böhmiſche Geſandtſchaft durch das Gebiet ſeines Vaters. Palacky, Geſch. v. Böhmen, III, 3, S. 67.
2) Riedel, Cod. dipl., Bd. II, 4, S. 137. Johann und Albrecht ſchreiben am 12. Auguſt aus Spandau an die Herzöge Friedrich und Otto von Braunſchweig wegen Bezahlung der Ehegelder ihrer Schweſter Magdalena.
) Minutoli, Kurfürſt Friedrich I., S. 313—314. Vgl. Altmann, Urkunden Kaiſer Sigmunds, Nr. 9935 und Nr. 10 139.
Der Schiedsſpruch Kaiſer Sigmunds, Minutoli, Kurfürſt Friedrich I. S. 394—3905. Die Verſchreibung vom 16. Mai 1434.
) Doch ſtellen der Vater und die Mutter bereits am 17. März 1484 auch in feinem, Johanns und Friedrichs Namen dem Herzog Heinrich eine Urkunde aus. Bamberger Kr.⸗A., G. 1, K. 29, L. 437.
) Deutſche Reichstagsakten, Bd. XI, S. 364 und S. 432.