Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1911)
Entstehung
Seite
160
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160 Die Jugendzeit des Markgrafen.

den A. betriebenen Werbungen mißtrauiſch. Auch mahnten ihn wiederholte Warnungen, daß die Werbungen dem Bistum gälten, zur Vorſicht.)

So befahl der Biſchof ſeinen Städten, für den Fall, daß er gezwungen ſein würde, im Lande aufzubieten, ſich bereit zu halten; als Zeichen ihrer Bereitſchaft ſteckte jede Stadt nach altem Brauche ihr Panier auf.

Die Markgrafen aber behaupteten, die Städte hätten nicht ihre eigenen, ſondern des Biſchofs Panier aufgeſteckt; fie beklagten ſich bitter bei der am 9. Juli in Haßfurt verſammel­ten Ritterſchaft des Stiftes über dieſe Bedrohung. Sie for­derten die Ritterſchaft auf, ſie nicht zu hindern,fürder zu iren Feynden zu gedenken und verſicherten, daß ſie der Ritterſchaft in ſolchem Maße geneigt wären, daß ſie nurungern wider ſie tun wollten.?)

Der Biſchof beantwortete dieſen Brief mit einem langen Schreiben, das er an ſeine immer noch in Haßfurt verſammelte Ritterſchaft richtete.?) Er beſtritt die Berechtigung der mark­gräflichen Forderungen und bot, um ſelbſt den Schein zu mei­den, als ob er Ausflüchte ſuchte, nicht wie üblich auf neutrale Fürſten, ſondern auf einen markgräflichen Rat mit gleichem Zuſatz Recht.

Er beſchwerte ſich, daß ſolchehochgeborene Fürſten von Flug und Sagmeren einer ganzen Landſchaft ſchrieben.Uns bedünkt je, daß ihnen ſolches Schreiben nicht not ſey geweſt und können nicht wohl ganz wiſſen wie fie die Schrift meinen, uns mocht aber wohl etwas bedünken, daß wir dann zu dieſen Zeiten laſſen anſtehen, ſo ſchrieb damals der Biſchof. Am 29. Juli ſollten ihm die Abſichten der Markgrafen klar werden.

Dem ehrwürdigen Herren und beſonderen lieben Freund teilten Kurfürſt Friedrich ſowie ſeine Söhne Johann

) Wzbg. Kr. A., Miſgell. 1357, Nr. 13. ) Wzbg. Kr. A., Miſzell. 1357, Nr. 11. ) Wzbg. Kr. A., Miſzell. 1357, Nr. 13.