162 Die Jugendzeit des Markgrafen.
Was ſie künftig aus dem Stifte Übles erfahren würden, ſähen ſie als mit der Einwilligung des Biſchofs geſchehen an. Die Paniere in den Städten ſeien, wenn es auch jetzt geleugnet würde, biſchöflich geweſen, wie ihnen von Seiten; die fie geſehen hätten, geſagt worden wäre.“)
Ohne eine Antwort auf dieſes Schreiben abzuwarten, brachen die jungen Markgrafen mit 550 Reitern und 34 Wägen in das Stift ein.“)
Die neuerlichen Rechtgebote des Biſchofs verſprachen ſie „von ſtundan“ ihrem Vater zu ſenden, der ſich ſicherlich„an gleichen, billichen wol benügen werde“.“)
Der Biſchof war in großer Gefahr. Von der ſächſiſchen Grenze wurde das Herannahen von 1000 Reitern und 400 Fußknechten unter dem Befehl der Herren von Schwanberg und Plauen gegen Burgbernheim gemeldet,“) Huſſiten befanden ſich unter dieſen Truppen und man wußte, was das für ein Stift zu bedeuten hatte— Brand und Kirchenraub.
Die Mainziſchen Hilfstruppen waren unſicher und wollten ſich nur zur Verteidigung der Städte verwenden laſſen. Sie ſchützten vor, daß ihr Herr mit dem Markgrafen verbündet wäre.“)
Auch der Biſchof von Bamberg war in der gleichen Ver
legenheit wie der Mainzer, da auch er mit beiden Parteien ver
bündet war. Er hielt ſich neutral.“
1) Würzburger Kr. A. Miſzell. 1357, Prod. 18.
2) Nach der Schätzung Ewalds von Lichtenſtein, Amtmannes zu Karlburg, Würzburger Kr. A., Miſsell. 1357, Nr. 7.
3) Würzburger Kr. A., Mijzell. 1357, Prod. 6.
) Bericht Hermann Schloſſers, Würzburger Kr. A. Miſcell. 1357. Prod. Nr. 5.
5) Würzburger Kr. A., Miſzell. 1357, Prod. Nr. 5.
6) Würzburger Kr. A., Miſzell. 1357, Prod. 8.„Ich beſorge, daß mein Herr von Bamberg auf den... ſitze. Nach ſolchen Worten, die ich von ihm gehört habe.“
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