172 Die Jugendzeit des Markgrafen.
Legat des Baſeler Konzils, Gispert Biſchof zu Segovia im November und Dezember zu vermitteln.“)
Im Laufe dieſes und des nächſten Jahres gewann Ludwig ferner vorzüglich durch Markgraf Albrechts Hilfe, der ſich nach Beilegung der Würzburger Fehde ganz der Sache des Schwagers widmete, die Städtchen Köſching, Gaimersheim, Gerolfing und Lichtenberg. Erſt nach dem Tode König Albrechts gelang es den Drohungen und Bemühungen der Geſandten des neuen Königs, im Juni 1440 einen Waffenſtillſtand zwiſchen Vater und Sohn zuſtande zu bringen.“)
Bei der Wahl des neuen Königs Friedrich III., am 2. Februar 1440 war Albrecht nicht in Frankfurt geweſen. Der Kampf für das Recht ſeines Schwagers ſagte ihm wohl mehr zu, als Verhandlungen, die ſeinem Hauſe ernſtlichen Vorteil doch nicht bringen konnten. Die Wahl ſeines Vaters zum römiſchen König wurde in Frankfurt nicht einmal in Erwägung gezogen.
Aber im Mai des Wahljahres ſchien es für wenige Tage doch noch, als ob Kurfürſt Friedrich nicht ſterben ſollte, ohne ſich eine Königskrone auf das Haupt geſetzt zu haben.
Die Böhmen erkannten das Anrecht des nachgeborenen Sohnes König Albrechts auf ihr Reich nicht an, und auf einem Wahllandtag, der zu Prag zur Königswahl ſich verſammelt hatte, erhielt Kurfürſt Friedrich bei dem erſten Wahlgange 38 von 48 abgegebenen Stimmen. Im Verlaufe der ſich anſchließenden Beratungen änderte ſich aber die allgemeine Stim
mung, und vor Schluß des Landtages wurde Herzog Albrecht|
von Bayern faſt einſtimmig zum König gewählt.“)
berger Kr. A., Briefbücher XIV., S. 85. 2) Das Nähere, Kanter a. a. O., S. 291292. 3) Palacky, Geſch. v. Böhmen, IVa, S. 3g.
1) K. B. Reichsarchiv, Fürſtentom VIII., S. 121—125. Nürn⸗ 4
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