174 Die Jugendzeit des Markgrafen.
nicht vergeſſen, ſeinen Plan zu fördern.“) Der Kurfürſt mußte aber bald erkennen, daß die fränkiſchen Städte durch ein Sonderbündnis mit ihren Nachbarn ſich von den anderen Städten im Reiche nicht ſcheiden laſſen wollten.
So ſchrieb Kurfürſt Friedrich im März 1440 im Ein⸗ 1 verſtändnis mit dem Grafen von Württemberg auch für die£ ſchwäbiſchen Städte und die ſchwäbiſche Ritterſchaft einen Tag 5 nach Waſſertrüdingen aus.
Aber die„fürſichtigen“ Ratsherren hüteten ſich wohl, ſich ſelbſt die Hände zu binden. Daß die Ritter ihnen auf ihre Koſten, ſie aber den Rittern auf eigene Koſten helfen ſollten, erſchien ihnen ebenſo ungerecht, wie daß der Obmann der Einigung ein Fürſt fein ſollte,) oder daß fie während der Dauer der Einung keinen„eigenen Mann“ eines Bundes als Bürger aufnehmen ſollten.“) Ulm ſprach die Anſicht aller aus, wenn es ſchrieb, daß mit dieſer Einung„nicht nur die Städte ſchwerlich übervorteilt und verkürzt würden, ſondern daß ſie auch von ihren Freiheiten gehen würden“.
Auf einem Rittertage in Ellwangen machten die Städte Gegenvorſchläge, auf die weder Fürſten noch Ritter eingehen wollten.
Der Tod hinderte den Kurfürſten, an der Durchführung ſeines Planes weiter zu arbeiten.
Ende Auguſt begann der Unermüdliche zu kränkeln; Albrecht eilte an ſein Lager nach Cadolzburg. Am 18. September vollzog der Kurfürſt in Gegenwart ſeiner Söhne Johann und Albrecht ſein Teſtament.“) Wie ein guter Hausvater gab er ſeinen Söhnen Winke, wie ſie die Landesſchulden tilgen ſollten, ohne doch die mit Steuern überlaſteten Untertanen
1) Reichstagsakten XIII, S. 56. 2) Nördlinger St.⸗A., 1440, III, S 184. 3) Nördlinger St.⸗A. Aus einer Mahnung v. 26. Juni 1440. ) Minutoli, Kurfürſt Friedrich I., S. 334—335. Riedel, Cod. dipl. Brand. III., 1, S. 153.
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