Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1911)
Entstehung
Seite
213
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Der neue Herr. 213

Am 19. November belagerten die Herzöge Ebenshauſen, zogen aber auf Bitte der Gattin des Beſitzers Hermann von Schwarzenberg ab und legten ſich vor Schloß Werneck. Aber weder dieſes Schloß, das Michael von Schwarzenberg vertei­digte, noch Schloß Arnſtein, von deſſen Mauern Bartholomäus von Hutten und die Herren von Thüngen wacker alle Stürme abſchlugen, konnten die Herzöge gewinnen.

Inzwiſchen hatte Albrecht die Sammlung ſeiner Truppen beendigt und zog den Herzögen entgegen.) Am 24. November trafen 400 markgräfliche Reiter auf 800 ſächſiſche bei Bergt­heim. Nach kurzem Kampfe flohen die Sachſen; zwei Edle, die tot, 30, die gefangen waren, ließen ſie zurück. Die Sieger erbeuteten 70 Pferde, 70 Harniſche und 300 Schwerter.)

Nur Mißerfolg hatten die Herzöge in Franken gehabt, der ſtreng einſetzende Winter mehrte ihre Kriegsluſt wohl auch nicht. Die bedrohlichen Rüſtungen in der Mark riefen ſie in ihre Stammlande.

Noch bevor die Kunde von der Abſage Kurfürſt Fried­richs?) zu ihnen gelangen konnte, hatten die Herzöge den Rück­zug aus Franken beſchloſſen.

Selbſt die flehentlichen Bitten des Domkapitels, im Stifte abzuwarten, ob die neuerliche Friedensvermittlung der Mainziſchen Räte Erfolg haben würde, konnten die Herzöge

gebote, die die Herzöge in Anbetracht ihres Bündniſſes wohl hätten annehmen könne uſw. Von gleichem Datum ſind die Feindesbriefe an das Domkapitel, Frieſe, S. 779. Vgl. Würdinger, Kriegs­geſch. Bayerns uſw., S. 282.

) Albr. habe ſichwol beworben, ſchreiben die Nürnberger an Ludwig d. A., vgl. Nürnberg. Kr. A., Briefbücher XIV, S. 283.

2) Frieſe, a. a. O., S. 780. Vgl. Städte⸗Chr., I. S. 468, und Jovius, Chron. Schwartzburgicum ed. Schoettgen, und Kreyſig, Diplom. et Seriptores uſw., I S. 490. f

3) Abſage des Kurfürſt. Friedr. II. im gleichen Wortlaut, wie Albrechts vom 25. Nov., aus Berlin. Dresdener Staatsarch.⸗Urkd. 6623. Abſagen feiner Räte und Mannen, Riedel, Cod. dipl., IL 4, S. 219221.