Der neue Herr.
grafen von Meißen, Heinrich von Plauen, fein Ziel zu erreichen. Aber die Forderungen, die er an die Annahme der Krone knüpfte, waren allzu hoch, als daß ſeine Bewerbung Ausſicht hätte haben können.“)
Nichts ſchien ihm damals unerreichbar.
Angeſtachelt durch den Erfolg des Bruders gegen Berlin und Köln erwuchs in ihm damals der Plan, durch einen Bund der Fürſten und des Adels die Macht der ſtolzen Reichsſtädte zu brechen.
In dieſer Zeit begann ſeine ſtädtefeindliche Politik.
Die erreichten Erfolge hatten indeſſen wohl ſein Anſehen, nicht aber ſeine Einnahmen gemehrt.
Da trat die Mutter wieder helfend an ſeine Seite. Die ſelbſtloſe Frau, die einſt für ihren Gemahl, die ihr als Mitgift und Morgengabe verſchriebenen Schlöffer?) verſetzt und dann mit der vom Bruder ausbezahlten Erbſchaft eingelöſt hatte, die ihre Zinſen nie zu ihrem, ſtets zu der Herrſchaft Nutzen verwendet hatte,) verzichtete jetzt auf Mitgift, Widerlegung, Morgengabe und Wittum zugunſten ihrer Söhne; nur die Einkünfte aus Cadolzburg, Langenzenn, Erlbach und Roßſtall behielt fie ſich vor.“
Aber auch das ſchien ihr bald zuviel.„Von mütterlicher Treue wegen,“ erklärte ſie am 24. Mai 1442,„habe ſie angeſehen, daß ihres Sohnes Albrecht Land arg verſchuldet wäre; dieſe Schulden hätte nicht er, ſondern ſein Vater aufgenommen.
) Höfler, Kaiſerl. Buch, S. 48—49.
) Bamberger, Kr. A., G. I, K. 24, L. 6, Z. 25. Am 17. Mai 1425 verſchreibt Kurfürſt Friedrich ſeiner Gemahlin 62 000 Gulden auf mehdere Schlöſſer; ſpäter wird dieſe Summe auf Bayreuth umgeſchrieben.
) Bamberger, Kr. A., G. I. K. 24, L. 6, Z. 58. Aus der Beſtätigungsurkunde Kurfürſt Friedrichs vom 13. Februar 1435.
8 s) Bamberger, Kr. A., G. I, K. 25, L. 1, 368; Verzichtsurkunde 2 5. Juli 1414. Vgl. auch Chr. Meyer, Aus dem Gedenkbuch des itters Ludwig d. A. von Eyb, S. VI VII.
Markgraf Albrecht Achilles 1. 5