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gewonnene Land.“) Dagegen verſprach Ludwig die Offnung ſeiner Schlöſſer im Inntal und verpflichtete ſich, dem Bruder des Königs jährlich 100 Reiſige zur Hilfe zu ſenden.
Auch die Markgrafen ſonnten ſich in der Gunſt des Königs.?) Markgraf Albrecht verpflichtete ſich mit 100 Reitern, Herzog Albrecht von Oſterreich, dem Bruder des Königs, gegen die Eidgenoſſen“) zu helfen.“
Am 8. Oktober ſagte Albrecht mit vielen anderen Fürſten den Schweizern ab.“)
Im November nahm Albrecht an dem Zuge Herzog Albrechts zur Befreiung Rapperſchwyls teil.) Im März 1445 kehrte Albrecht nach Zürich zurück und beteiligte ſich an einem von Hans von Rechberg geführten Zuge gegen Baden.“)
Im Oktober 1445 unternahm Albrecht mit dem Grafen von Württemberg und der Hegauer Ritterſchaft einen Zug,“) um das bedrängte Rheinfelden zu entſetzen.“
über 6000 Gulden gab Albrecht auf dieſen Zügen für Herzog Albrecht aus. Doch wenn ihm der Herzog auch trotz ſeines Verſprechens dieſe Summe nie völlig zurück
1) Deutſche Chr., II, S. 371. Chmel, Regeſten, 1733—1735.
2) Städte⸗Chr., III, S. 366—401.
3) Minutoli, Kaiſ. Buch, S. 305. Chmel, Reg. I. No. 1736.
) Die zeitgenöſſ. Schweizer Chr. ſchweigen leider über die Tätigkeit des Markgrafen in der Eidgenoſſenſchaft.
) Dierauer, Geſch. der Schweiz. Eidgen., II, S. 101. Stälin, Württembg. Geſch., III, S. 467. Ochs li, Beziehungen der ſchweizeriſchen Eidgenoſſenſchaft zum Reiche bis zum Schwabenkriege. Polit. Jahrbuch der ſchweiz. Eidgen., V. S. 445.
) Höfler, Eybs Denkw., S. 123.
) Luzerner Staats⸗Arch., Fasc. 114a, Meldung Hans Ibergs, Vogt zu Baden, an den Rat von Luzern. In Wettingen wurden 7 Häuſer verbrannt.
) Luzerner Staats⸗Arch., Fasc. 1144. Meldung Rudolf Sidlers, Hauptmanns in Bremgarten, an den Rat von Luzern. Sammlungsplätze waren Lauffenburg und Waldshut.
) Höfler, v. Eybs Denkw., S. 123.
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