Der neue Herr.
Unter gräßlichen Verfluchungen verſchwor er ſich, dieſe Verpflichtungen, die er übernommen habe, als er„ſeine Vernunft“ wieder hatte, einzuhalten.“)
Staatsklugheit empfahl wohl, einen Mann aus einer verdienten und weit verzweigten Familie in ſo Aae Angelegenheit zu ſchonen.
Das luſtige Stücklein, wie der fränkiſche Reinecke Juchs den Hals aus der Schlinge zieht und dabei ſeine ehrbaren Richter foppt, hat zu vielen außerordentlich gelehrten Betrachtungen über die„Adepten der Alchemie“ Anlaß gegeben.“) Jede Erläuterung aber würde die Komik dieſer gewinnſüchtigen Begnadigung, dieſer ſporadiſchen Geiſtesgeſtörtheit mit nachfolgender Geſchäftsfähigkeit nur beeinträchtigen.
Auf die Frau aber, die ſich vor den Zutäppigkeiten eines ſolchen Schelmes nicht zu ſchützen wußte, fällt ein ſchlechtes Licht.
Wer die Urkunde aus der Hand legt, hat wohl das Gefühl, ſie wäre ſicher nicht geſchrieben worden, wenn die„fromme Fürſtin“ ſich mit dem„frommen Braven“, deſſen Vatersname auffälliger Weiſe verſchwiegen wird, in gar nichts eingelaſſen hätte, wenn die„Weigerung“ ſo unbedingt geweſen wäre, wie die Urkunde behauptet.“)
1) Riedel, Cod. dipl. III, 1, S. 278279. Bamberger Kr. A., S. 1, K. 25, L. 1; 3. 83.
2) Murrs, Literar. Nachr. z. Geſch. des Goldmachens, S. 21. Schmieder, Geſch. d. Alchemie, S. 225—226. Riedel, Märkiſch. Forſch. IV., S. 163164. Die Herren von Freyberg ſcheinen damals nach Anſicht ihrer Zeitgenoſſen überhaupt im Beſitze äußerſt intereſſanter Fähigkeiten geweſen zu ſein, ſo bittet am 20. Dezember 1444 der junge Herzog Ludwig von Bayern, einen Herrn Ulrich von Freyberg, ihm gütigſt mitteilen zu wollen, wie man ſich gegen Verwundungen ſchützen könne. Er habe um ſo größeres Vertrauen zu ihm, da Freyberg ſeine Kunſt an einem Ochſen bereits mit Glück verſucht hätte. Vgl. Bühl, Miscellen, Oberbayer. Arch. V, S. 142.
3) Es wurde behauptet, daß Margaretes erſtgeborene Tochter Urſula gar nicht die leibliche Tochter Albrechts wäre. Urſula hatte ſelbſt
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