246 Der neue Herr.
ſchreibungen nicht anerkennen wolle.!) Jetzt erſuchte Marga
rete den ſchwäbiſchen Städtebund, ihr die vom König gebotene
Hilfe leiſten zu wollen.
In der Tat ſchien es zuerſt, als ob Herzog Albrecht von München ſich mit den vollendeten Tatſachen nicht abzufinden gedächte. 7
Am 10. April verlangte Sigmund von Lentersheim von dem Statthalter Markgraf Albrechts, Martin von Eyb, 80 Reiſige gegen einen Angriff Herzog Albrechts, der ſich unterſtehe,„wider meine gnedigen Frauen zu ſein und zu weſen, das he erbarmlich iſt“. In den nächſten Tagen verlangte er noch einmal Hilfe.„Ich beſorg, daß unſer Sach nicht gut werden will,“ ſchrieb er.;
Aber als Markgraf Albrecht dann ſelbſt zum Schutze der Schweſter herbeieilte, änderte ſich die Lage raſch. Auf einem Städtetage in Wörth forderte Albrecht den ſchwäbiſchen Städtebund zur ſchleunigen Hilfe auf.) Die Tagſatzung antwortete dem Markgrafen, daß er und ſeine Schweſter ohne Hilfe Fremder ſo mächtig wären,„ihr Land, Schlöſſer, Leute und Güter ſtattlich zu hanthaben“. Auf eine Beſchwerde Albrechts über dieſe ausweichende Antwort mahnte der König den Städtebund noch einmal dringend, die erbetene Hilfe zu leiſten.“) Sie war nicht mehr nötig. Herzog Albrecht hatte bereits auf ein Eingreifen mit bewaffneter Hand verzichtet.
In eine mißliche Lage wurde durch den Tod Ludwig d. J. vorzüglich die abgefallene Landſchaft und nach der Weigerung Heinrichs gemeinſam mit ihm vorzugehen, Herzog Albrecht von München verſetzt.}
Am 23, April beſchloß die Landſchaft die Entlaſſung der in Köſching liegenden Gefangenen und verſtärkte ſo be
) Nördlinger S.t⸗A., Städtebundakten, 1445, Nr, 225,1. ) Bamberger Kr.⸗A., Fehdeakten, I, S. 9.
) Nördlinger S.⸗A., Städtebundakten, 1445, Nr. 225. Nördlinger St.⸗A., Städtebundakten, 1445, S. 225,1.
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