Der neue Herr. 249
ſtellung der Ingolſtädter Stiftungen des alten Herzogs waren 200 000 Gulden nötig.“)
In ihrer Weigerung machte die Boten auch ein Brief Ludwigs an Heinrich nicht irre, in dem dieſer den einzigen Bayernherzog, der ſich in der jüngſten Vergangenheit ihm wohlwollend erwieſen hatte,) aufforderte, alles zu ſeiner Befreiung zu tun.“) Einen ſchleunigen Rat, den die Landſchaft jetzt bedurfte,“) konnte ihnen Herzog Albrecht, der erſt ſeine Räte verſammeln mußte,) nicht geben. Er ließ ſie bitten, „nichts zu verjähen“.“) Immer mehr ſpitzten ſich die Verhältniſſe zu.
Margarete verbot den Städten, die ihr geſchworen hatten, den von Herzog Albrecht der Landſchaft Ludwigs zum 13. Juli nach München angeſetzten Tag zu beſuchen.“)
Dagegen verpflichtete ſich Herzog Albrecht auf dieſem Tage, gegen jeden zu helfen, der die Landſchaft zu irgend wel
chen von Ludwig nicht bewilligten Verpflichtungen drängen wolle. Es wurde vereinbart, daß Ludwig keine Vollmacht ausſtellen, ſondern ſelbſt die Verhandlungen leiten ſollte, da man keinen ſeiner Getreuen zu ihm laſſe, der ihm von den Verhandlungen wahrheitsgetreu berichten könnte.
Durch einen Mönche) erhielt Ludwig die ſeltſame Kunde, daß Herzog Albrecht ihm„mit ganzen Treuen“ zu ſeiner Befreiung und zur Löſung vom Banne helfen wolle. Seiner Aufforderung,„feſt“ zu ſein, kam Herzog Ludwig in etwas ande
) Krenner, III, S. 81—87. 2) K. B. Reichsarchiv, Neuburger Kopialbuch, X. S. 575—577. 3) K. B. Reichsarchiv, Fürſtentom, VIII, S. 244.
) Krenner, III. S. 8789.
) Krenner, III, S. 8991.
6) Krenner, III, S. 91-93.
7) Krenner, III, S. 95100.
6) K. B. Reichsarchiv, Fürſtentom, VIII, S. 271.