Der neue Herr. 951
dringender,*) von ihm Anteil an dem Erbe Adolfs, des vor ſechs Jahren verſtorbenen Neffen Herzog Albrechts, forderte.“) Wohl mit kaum größerem Recht machte ihm Heinrich einen ſeit Jahren eingenommenen Zins auf dem Gebirge ſtreitig und forderte Rückerſtattung der bisher eingenommenen Summen.“
Statt einer Antwort, die Herzog Albrecht verzögerte, weil er ſich„mit ſeiner Landſchaft beraten mußte“, oder„keine Räte bei ſich hatte“, ließ er Herzog Heinrich durch feine Räte und durch Boten ſeiner Landſchaft einen gemeinſamen Angriff auf Markgraf Albrecht vorſchlagen. Als Herzog Heinrich dieſen Plan ſeinem Neffen mitteilte, verleugnete Herzog Albrecht, der allein den ſtreitbaren Markgrafen fürchtete, feig ſeine Geſandten.“)
Die Lage Herzog Albrechts war in dieſen Monaten gefährlich genug, er mußte ſich glücklich ſchätzen, als er am 2. Auguſt mit 25 ſchwäbiſchen Reichsſtädten eine Einigung ſchließen konnte.)
Auch der Markgraf war nicht müßig geblieben. Durch das Verſprechen, ſeinem Bruder, Herzog Albrecht von Sſterreich, noch einmal gegen die gefürchteten Schweizer zu helfen, veranlaßte er König Friedrich von neuem, Margarete die Verſchreibungen ihres Gemahls zu beſtätigen, ſie und ihr Kind —
) K. B. Reichsarchiv, Fürſtentom, VIII, S. 279280. Bis faſt aur Kriegsandrohung verſtieg ſich Heinrich; ſo ſchrieb er am 24. Auguſt: Längere Verzögerung des Austrages würde nur den gegenſeitigen Unwillen zum Verderb der Lande erhöhen.
) K. B. Reichsarchiv, Fürſtentom, VIII, S. 246—248.
2) K. BD. Reichsarchiv, Fürſtentom, VIII, S. 249.
) K. B. Reichsarchiv, Fürſtentom, VIII, S. 248 u. S. 280.
) K. B. Reichsarchiv, Fürſtentom, VIII, S. 274.
) Riezler, III, S. 350.