Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1911)
Entstehung
Seite
253
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Der neue Herr. 9253

Langſam begann Albrecht ungeduldig zu werden; er plante,die Sache gegen die ſtörrige Landſchaftin anderweg fürzunehmen; Herzog Albrecht erſuchte er, Widerſetz­lichen gegen ihn keine Hilfe zu leiſten.)

Sofort ſchickte ihm Herzog Albrecht Geſandte. Die For­derungen Albrechts, die ſie zurückbrachten, ſchienen dem Herzog ſehr weitgehend zu ſein; er mußte ſich über ſeine Stellung­nahme beraten; leider hatte er wieder keine Räte bei ſich.)

Als Frucht der endlich ſtattgefundenen Beratung beſtritt Herzog Albrecht dem Markgrafen das Recht, nach ſeinem fer­neren Verhalten zu forſchen, nachdem er ſich bisher ſtets fried­lich gehalten hätte. Er bot in dieſer Frage auf den König Recht; ebenſo ſollte der König entſcheiden, ob das Konſtanzer Bündnis, das einſt ihre Väter auf Lebzeiten Ludwigs d. A. geſchloſſen hatten, und nach dem der Herzog dem Markgrafen zu helfen verpflichtet geweſen wäre, noch gelte.) Der Mark­graf nahm zwar das Rechtsgebot auf;) aber unbekümmert um des Herzogs Verhalten zwang er, nachdem Herzog Hein­rich den von den Neuburgern ſchleunig erbetenen Rat zu er­teilen abgelehnt hatte,) im September dieſe Stadt, feiner Schweſter zu huldigen.

Am 29. Auguſt verhandelten Boten der Landſchaft von neuem in Landshut ohne den gewünſchten Erfolg. Herzog Heinrich ſchlug ihnen ab, ſich mit Herzog Albrecht vor dem Tode des Erblaſſers auseinanderzuſetzen; gegen die beklagte Unſicherheit im Lande bot er ihnen Reiſige an.)

Eine andere Antwort erhielten die Boten in München. Herzog Albrecht forderte ſie auf, noch einmal Herzog Heinrich

) Krenner, III, S. 121-122. ) K. B. Reichsarchiv, Fürſtentom, VIII, S. 288. ) K. B. Reichsarchiv, Fürſtentom, VIII, S. 284. ) K. B. Reichsarchiv, Fürſtentom, VIII, S. 284285 u. S. 287. 0 3 III, S. 138140. renner, III, S. 123127; v. Freyberg, 0 0. bayer. Landſtände, I, S. Or) 1 g em)