258 Der neue Herr.
So war es den Biſchöfen Johann von Freiſing und Friedrich von Regensburg nicht ſchwer, die beiden Herzöge über die ſtrittige Erbſchaft Adolfs zu einen. Es wurde feſtgeſetzt, daß beide Herzöge den König bitten ſollten, ihnen Markgraf Jakob von Baden zum Schiedsrichter mit gleichem Zuſatz zu beſtimmen.“)
Anfang März begab ſich auch Heinrich an den Hof, wo der König ihn am 20. März mit den von Adolf hinterlaſſenen Ländern belehnte) und am 26. März auf feine und der Räte des Herzogs Albrecht Bitte dem Markgrafen Jakob von Baden den Entſcheid über die Erbſchaft Adolfs übertrug.“)
Am Hofe ſchloß ſich Herzog Heinrich wieder eng an ſeinen Neffen, Markgraf Albrecht, an, der bei dem Könige in hoher Gunſt ſtand.“
König Friedrich hatte die gemeinſamen Anträge der Räte Herzog Albrechts“) und der Landſchaft, Ludwig ſelbſt mit gebundenen Händen“) an den Hof bringen zu laſſen, abgelehnt.“) Er hatte Herzog Albrecht und die Landſchaft aufgefordert, ihren Räten Vollmacht zu ſenden, da er mit ihnen, Herzog Heinrich und dem Markgrafen die Erledigung Ludwigs in Güte ſchneller als durch die Gerichte betreiben wolle.“)
1) K. B. Reichsarchiv, Fürſtentom, VIII, S. 334—336. 2) Chmel, Reg. Nr. 2043. Dieſe Belehnung iſt eine formale,
nur die Erbberechtigung feſtſtellende. So verleiht der König am 30. Ja⸗ 4
nuar 1443 Herzog Heinrich die Kur, verſpricht 1448 Herzog Albrecht die Länder Ludwigs zu leihen, die im Beſitze Herzog Heinrichs ſind uſw. 3) K. B. Reichsarchiv, Fürſtentom, VIII, S. 342.
‘) Chmel, Reg. I, S. 206. Der König ſchenkte Albrecht den=
Buchheimer See. An ſeiner Statt hielt Albrecht Gericht und ſprach e die Acht aus. Vgl. Publik. d. preuß. Staatsarchive, XXXIV, 5) Ulrich Eiſenhofer und Jakob Putrich. ) Aventins Chronik, V. S. 578582. 7) K. B. Reichsarchiv, Fürſtentom, VIII, S. 333. 8) Krenner, III, S. 176-178.
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