Der neue Herr. 259
Ein Brief Ludwigs, der den König erſuchte, falls ein Vertrag am Hofe nicht zuſtande käme, ſeine Räte noch einmal nach Ansbach zu ſenden,) blieb unbeachtet. Trotzdem der Greis „ganz Hoffnung hatte“, ſie würden„alle Sach zwiſchen ſeinem Oheim und ihm freundlich einen“.
Endlich zeitigte nun auch das beharrliche Entgegenkommen der Münchener Politik einen Erfolg. Herzog Heinrich wich von ſeinem bisher eingenommenen Standpunkte ab und bewilligte, daß der König ihm und Herzog Albrecht die Friedensvermittlung in dem Streite des Markgrafen und ſeiner Schweſter mit Ludwig d. A. übertrug. Eine von den Herzögen beſtimmte Richtung ſollte auch gegen den Willen Ludwigs Kraft haben;) die Landſchaft wurde vom Könige angewieſen, ohne Weigerung den Befehlen der Herzöge zu folgen;') freudig ſtimmten die Boten der Landſchaft dieſer Löſung zu.“) Auch über die Verſorgung Margaretens wurden Vereinbarungen getroffen.))
Der Markgraf verabredete mit dem Könige und Herzog Heinrich, nach Erhalt feiner 30 000 Gulden mit 100 Reitern Herzog Albrecht von Öfterreid zur Hilfe zu eilen.“)
Von neuem traten durch Herzog Albrecht Verzögerungen bei der Durchführung dieſer Abmachungen ein. Ehe er an die aufgetragene„Erledigung“ des ihm nicht allzu günſtig geſinnten Ludwigs ging, verlangte Herzog Albrecht von Heinrich Verſprechungen über die ſpätere Erbteilung, die dieſer verweigerte.“
Ein zum 16. Mai nach Erding, wie ein ſpäter nach Landshut angeſetzter Tag zerſchlug ſich, da Herzog Albrecht, ——
) Berliner Hausarchiv, K. 275; 31. März 1446;„mit einer Betſchaft verbetſchaft gebrechshalb meins Inſigels“
2) 8.©. Reichsarchiv, Fürſtentom, VIII, S. 339.
3) Krenner, III, S. 178180.
) K. B. Reichsarchiv, Neuburger Copialbuch, X, S. 575—577.
) K. B. geichsarchiv, Fürſtentom, VIII, S. 364.
) K. B. Reichsarchiv, Fürſtentom, VIII, S. 357.
) K. B. Reichsarchiv, Fürſtentom, VIII, S. 344845.