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von der Gicht geplagt, nur ſeine Räte ſenden konnte, mit denen zu verhandeln Heinrich ablehnte;) die Teilnahme der Landſchaft an dieſen Verhandlungen hatte Heinrich für nicht notwendig erachtet.“)
Der Markgraf ſcheint, um endlich einen Abſchluß der Verhandlungen zu erzwingen, beabſichtigt zu haben, die Schlöſſer feiner Schweſter zu nötigen, auch ihm zu huldigen.“
Auch die Stimmung in Landshut wurde gegen Herzog Albrecht wieder feindſeliger,— ein ſicheres Zeichen dafür,— die Ermahnungen, den Austrag über die ſtrittige Erbſchaft Adolfs zu beſchleunigen, begannen von neuem.“) Streitigkeiten über die königliche Vollmacht beſſerten das Verhältnis nicht.“) So war der Boden geebnet, als der Markgraf mit ſeiner Schweſter am 3. Juli in Landshut erſchien, um den Wiener Verabredungen Geltung zu verſchaffen.“)
König Friedrich hatte den Herzögen Heinrich und Albrecht ihre Vollmachtsbriefe ohne Bezug aufeinander ausſtellen laſſen.“) Darauf geſtützt, glaubte Herzog Heinrich, auch allein mit Albrecht und Margarete einen Vergleich ſchließen zu dürfen, um Ludwig„von ſtat und dannen“ zu bringen, zumal der Markgraf bei 17 000 Gulden Buße verſprach, für Heinrich allein einen Gewaltsbrief mit ſpäterem Datum vom König auszuwirken.“)
1) K. B. Reichsarchiv, Fürſtentom VIII, S. 346; vgl. Krenner, III, S. 180—186.
2) Krenner, III, S. 186—187.
3) K. B. Reichsarchiv, Fürſtentom VIII, S. 357. Hans Kugler warnt Herzog Albrecht.
) K. B. Reichsarchiv, Fürſtentom VIII, S. 358 und 361. 5) K. B. Reichsarchiv, Fürſtentom VIII, S. 362363. 6) K. B. Reichsarchiv, Fürſtentom VIII, S. 364. ) K. B. Reichsarchiv, Fürſtentom VIII, S. 339. ) Krenner, III, S. 199205. In der Tat ſtellte die königliche Kanzlei einen ſolchen Gewaltbrief auf Heinrich vom 29. Mai 1446 da1 a vgl. Krenner, III, S. 187189. Chmel, Reg. Bd. I er..
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