262 Der neue Herr.
Die Würfel waren gefallen. Nach den im Vertrage gebrachten Opfern konnte Heinrich keinen Miterben mehr anerkennen.
Er hatte ſich mit Markgraf Albrecht und Margarete gegen jeden verbunden, der die Ausführung der Regensburger Verträge hindern wolle. Auch für den Fall, daß Heinrich die Schlöſſer von Margarete einlöſen würde, und dieſe ſich weigern ſollten, Ludwig oder Heinrich zu huldigen, verpflichteten ſich Albrecht und Margarete, ihrem Onkel mit ganzer Macht beizuſtehen, bis jeder Widerſtand niedergebrochen wäre.“)
Dem Herzog Albrecht teilten Heinrich und der Markgraf mit, daß, nachdem der König kürzlich Heinrich allein die Vermittlung übertragen hätte, dieſer eine Einigung erzielt habe.
Sie baten ihn, Herzog Ludwig durch ſeine Lande geleiten zu laſſen, da er zu Herzog Heinrich gebracht werden ſollte, wo man ihn mit der Landſchaft und anderen einigen wolle.“)
Die Antwort Herzog Albrechts zeigt ſeine grenzenloſe Wut über die erlittene Zurechtweiſung; das erbetene Geleit ſchlug er ab.“)
Aber auf die Anfrage des Markgrafen und Herzog Heinrichs, weſſen ſie ſich von ihm zu verſehen hätten, wich er mutig zurück.
Er ſchrieb an Heinrich, daß er zwar den Gebotsbrief des Königs, der in der Tat auch noch nicht geſchrieben war, nicht kenne; doch er hoffe, von Heinrich und dem Markgrafen nichts als„Frünſchaft und Guts“.
Er habe ſich immer als ein frommer Fürſt gehalten,
fie brauchten ſich auch von ihm„nicht unfrüntlichs noch args verſehn“.“)
1) K. Bamberger, Kr. A., S. 1, K. 25, L. 1, Fasc. 9, Nr. 79. 2) K. B. Reichsarchiv, Fürſtentom VIII, S. 374 u. 376.
3) K. V. Reichsarchiv, Fürſtentom VIII, S. 372.
) K. B. Reichsarchiv, Fürſtentom VIII, S. 384.
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