294 Kirche und Reich.
nen. Andere merkten zu ihrem Schaden erſt allzu ſpät, wie vergeblich es war, ihn zu drängen. Nicht daß der Kaiſer mutig ein Begehren, das er nicht erfüllen wollte, abgewieſen hätte. Das lag nicht in ſeiner Art. Er vertröſtete ſtets und ſuchte nur die Gewährung hinauszuſchieben.
Wurde der Fordernde allzu aufdringlich, ſo entzog ſich der Kaiſer gern dem plumpen Drängen. Heimlich, bei Nacht und Nebel entfloh er als Jüngling vor der Begehrlichkeit des Konzilpapſtes Felix aus Baſel, als alter Mann vor der des Herzogs von Burgund aus Bonn.
Ein Stärkerer hat mit Gewalt den Kaiſer manches Mal von ſeinem Wege gezerrt; aber ließ der Zwang einmal nach, ſo kehrte der Kaiſer ruhig auf ihn zurück.
Sperrte ein grober Geſelle ihm die Bahn, dann wartete er gelaſſen, bis der Störenfried ſich entfernt hatte. Nicht eiſern war ſein Wille, doch zähem Gummi vergleichbar. Mochte man ihn ziehen und dehnen, immer ſchnellte er zurück; auch der Stärkſte ermüdete.
Ihm war die höchſte Würde von Gott anvertraut worden, alſo mußte am Ende ſein Wille Recht behalten, das war ſein Glaube. Faſt eiferſüchtig wachte er über ſeine„Gerechtſame“, und er hat ſeinem Sohne nicht einmal Anteil am Regiment geſtattet, als dieſer zu ſeinen Lebzeiten zum römiſchen König erwählt worden war.
Inſtinktiv begehrt jedes Volk in ſeinem Fürſten ſeinen Führer zu ſehen, und iſt trotzdem nur allzu geneigt, wenn es auf einen falſchen Weg geleitet iſt, nicht ihn, ſondern ſeine Ratgeber verantwortlich zu machen.
; Was ſchuf nun dieſem Kaiſer den faſt allgemeinen Haß, ihm, der nicht Erbe einer Erbitterung war, die ſeine Vorfahren
3 bat:„Das weiß Euer kaiſerlich Gnad tieffer und weiter zu be nien, wenn ich armer Geſell das Eueren Genaden durch mein einfältig
Geſchrift erklären kann.“ K. K. Statthalterei⸗Archiv, Innsbruck, Sigismundiana I, 4., Bl. 5.
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