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hauptet Grünbeck, hätte Gott des Kaiſers Tod vorher verkündet.“
Noch weiter geht der Mönch Fabri, der feine Beſchreibung Schwabens in dem letzten Regierungsjahre des Kaiſers vollendet hat.“)|
Mit jeder menſchlichen Tugend ſchmückt er den Kaiſer und voll Eifer verteidigt er ihn gegen den Vorwurf eines Fehlers. Sein zögerndes Weſen habe den Ländern Frieden und Gedeihen gebracht; durch ſeine übertriebene Sparſamkeit habe er den Staat vor künftigen Gefahren zu ſchützen geſucht, für die Allgemeinheit habe er feine Schätze geſammelt.“)
„Divus Fridericus“ nennt der Mönch den Vielgeſchmähten.
Als der König und der Markgraf ſich zum erſten Male in Nürnberg trafen, waren beide Männer wenig über dreißig Jahre; gerade weil ſie ſo durchaus verſchiedenen Weſens waren, mögen ſie ſchnell an einander Gefallen gefunden haben. Manche
wichtige Abrede ſcheinen ſie ſchon damals getroffen zu haben;“ auf ſeinem Krönungszuge über Frankfurt nach Aachen aber
) Grünbeck, Hiſt. Fried. IV. et Max I. Chmel, Hſterr. Geſch.⸗Forſch., I, S. 7576.
) Fabri, Desoriptio Sueviae ed. Eſcher, Quellen zur Schweizer Geſchichte, VI, S. 191.
) Fabri, a. a. O., VI, S. 191. De duobus tantum vulgus eum defectibus inculpat, dicens eum esse tardum et tenacem. Prudentes antem judicant tarditate sua pacem fovisse et civitatum divitias erevisse; tenacitate vero sua futuris temporibns malis provisum esse et thesauros eius pro re publica servari putant. Herzog, Chronicon Alsatiae ed 1592, S. 106, ſingt von ihm: Er kam zu kaiſerlicher Würdigkeit don wegen feiner Geſchickllichkeit, denn er war aller Tugend voll, die ein Kaiſer nur haben ſoll.“
Kön! Müglich aber auch, daß es nur eine Phraſe iſt, wenn der
da 9 der e am 15. Juni 1442 von dem ihm durch Kurfürſt Friedrich
— zſein Bruder oft erwieſenen„merklich und getreuen Dienſten und hre“ ſpricht. Riedel, Cod. dipl., II, 4, S. 271.