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Kirche und Reich. 329
Den Abzug aus Lothringen ließ er ſich durch hohe Summen abkaufen.— Als Eroberer waren der König und ſein Sohn gekommen. Wie brandſchatzende Ritter wären ſie abgezogen, hätten nicht noch vorher die vier konzilfreundlichen Kurfürſten von Köln, Trier, Sachſen und Pfalz es für nötig befunden, mit ihm ein Bündnis zu ſchließen.“)
In Nürnberg war neben der Armagnakenfrage auch über die kirchliche Obedienz verhandelt worden.
Noch einmal war es dem König gelungen, den Reichstag für Verlängerung der Neutralität und Berufung eines neuen
Konziles zu gewinnen. König Friedrich verpflichtete ſich, be
reits am 6. Januar 1445 die Antworten des Papſtes und des
Konzils auf dieſen Vorſchlag den Kurfürſten mitzuteilen. Aber die felicianiſchen Kurfürſten und die Erzbiſchöfe von Bremen, Magdeburg und Salzburg gedachten nicht einmal ſo lange zu warten; ſie verabredeten, ſchon am 8. Dezember zuſammenzukommen, um eine offene Parteinahme für das Konzil zu beſchließen.) 5 Auch König Friedrich kümmerte ſich nicht allzu viel um die Nürnberger Abmachung. Seit es dem Könige gelungen
var, die Obedienzerklärung der Kurfürſten für Eugen zu hinter
treiben, hatte die Kurie durch ihre würdigſten Vertreter Ceſarini und Carvajal den König für ſich zu gewinnen geſucht; den ſchlechten Eindruck vom Konzil, den der König in Baſel empfangen hatte, konnte die Weiterentwicklung dieſer Kirchenverammlung ſicher nur noch verſtärken. Sein Legimitätsgefühl und die Furcht vor der kirchlichen Trennung von den anderen —„
)„Liberaliter et graciose“ gewährte Frankreichs König den deut: ſchen Kurfürſten das Bündnis. Hontheim, Hiſt. Trev. Dipl. II, S. 397. Sal. Du Mont, Corps dipl. III. 1, S. 144. Müller, Reichstagstheatrum,
I. S. 278. Lager, Trierſches Archiv 1899, Heft 3, S. 2—4. Speyeriſche Chr. a. a. O., S. 388.
0) Bachmann, Deutſche Könige a. a. O., S. 140. Hufnagel, aſpar Schlick uſw. a. a. O., S. 315.