Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1911)
Entstehung
Seite
334
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Kirche und Reich.

lichen in die Pläne ihrer Auftraggeber einzuweihen.) Den Beitritt zu der kurfürſtlichen Einung lehnte Friedrich ab, der wichtigſten Forderungen der Kurfürſten aber ſtimmte er zu. Aeneas Silvius folgte der Kurfürſten Botſchaft zum Papſte.

Trotz dem Poltern Gregor Heimburgs und dem Drängen des Aeneas, der auf dem kommenden Reichstage eine Spaltung im Reiche fürchtete, gedachte der Papſt nicht, ſich den Forde­rungen der Kurfürſten zu fügen; er verſprach nur eine Lega­tion zum Reichstage ſenden zu wollen.

Die kurfürſtlichen Boten hielten ihre Miſſion für geſchei­tert, in Frankfurt mußte nun nach allem die Entſcheidung für Baſel fallen; das Konzil beauftragte ſeinen fähigſten Kopf den Kardinal von Arles mit ſeiner Vertretung.

Welche Kräfte ſtanden nun den an ſich ohnmächtigen Oberhäuptern der Welt zu Gebote, um den von der öffent­lichen Meinung im Reiche geſtützten Kurfürſtenbund nieder­zuringen?

Der König hatte es vermocht, den Erzbiſchof von Salz­burg, die katholiſchen böhmiſchen Stände und den Hochmeiſter des deutſchen Ordens für ſich zu gewinnen,) vor allem aber ſich an Markgraf Abrecht und die ihm unbedingt anhängende Fürſtengruppe angeſchloſſen.

Nicht unweſentliche Dienſte hatte ihm auch in dieſen Jah­ren der Markgraf geleiſtet.

Nach der Entſetzung Rapperſchwyls hatte er bis zum September 1445 an der Seite Herzog Albrechts gegen die Eid­genoſſen gekämpft.)

1) Hufnagel, Caſpar Schlick uſw., a. a. O., S. 324.

5 2) Pückert, Kurfürſt. Neutralität, S. 270276. Voigt, Enea Silvio, S. 365367. Hefele, Konziliengeſch. VII, 816-817. Bach­. 5 Könige, 167174.

achmann, D öni|. ü Kur­fürſtliche Neutralität, S. eee eee ) Witte, Reg. III, 6432.

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