Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1911)
Entstehung
Seite
336
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336 Kirche und Reich.

verdienen mochte,) nicht mit ſeiner Gunſt. Der Streit un ſeinen Gefangenen, den greiſen Herzog von Ingolſtadt, wurze ganz in ſeinem Sinne entſchieden, die bereits angenommeie Appellation der Nürnberger wider ſein Landgericht wurde arf­gehoben,) auch verlieh ihm der König den Buchheimer See zwiſchen Bibrach und Saulgau.

Um aber am Hofe ſtets willige Mahner zu haben, die ſeine Verdienſte nicht in Vergeſſenheit geraten ließen, ſchenkte Albrecht den drei vornehmſten königlichen Räten, dem Kanzler Caſpar Schlick, Hans von Ungnad und Hans von Neitßferg die für ſeine Verhältniſſe große Summe von 900 Gulden.)

In der Kirchenfrage ſchloß ſich Albrecht wohl bereits in Wien völlig der Auffaſſung des Königs an.)

Freilich hatte er ſich bisher mehr dem Konzil geneigt ge­zeigt; von ihm hatte er während der Würzburger Fehde die Bullen für Herzog Sigismund von Sachſen erwirkt. Vom Konzile hatte er auch erſt kürzlich die Erlaubnis zu ſeiner be­vorſtehenden Heirat mit der ihm im dritten Grade verwandten Margarete von Baden erbeten.)

Wohl mit ſeinem Willen hatte ſich auch fein Bruder Frie­drich an der Sicherung des Heiratsgutes, das des Kurfürſten

1) Wiener Staatsarchiv, R. R. Bd. O., S. 221.

2) Chmel, Reg. Nr. 2041.

3) Chmel, Reg., Nr. 2057, mit der faſt einer Entſchuldigung gleichſehenden Bemerkung, daß weder er noch die früheren Könige Nutzen bis auf die Zeit von dem See gehabt hätten.

) Archiv d. german. Muſeums, Urkd. Nr. 427.

Bachmann, Deutſche Könige, S. 179, Anm. 2. Pückert, a. a. O., S. 270, Anm. 1.

e) Bamberger Kr. A., S. 1, K. 30, L. 5, Z. 6a. Am 24. Januar 1446, vgl. Zopf, Das Verhältnis Albrecht Achilles zum Deutſchen Reiche. Programm des Brieger Gymnaſiums, 1867, S. 13. Erſt im Oktober 1446 ließ er ſich auch vom Papſte ein gleiches Indult auf

ſtelen. Arnolt, Zollera; und Bibl., I. S. 308. 8 na, Quellen u. Forſch. aus ital. Archiven