358 Die Vorbereitungen zum Städtekrieg.
keine fränkiſchen Städte angehörten, feine Aufmerkſamkeit gelenkt.)
Auf dem Frankfurter Reichstage, im November 1441, hatten Kurfürſten und Fürſten vergebens verſucht, die Städte mit ihren Widerſachern auszuſöhnen. Dringend hatten die Kurfürſten den König aufgefordert, in das Reich zu kommen, um den Streit zu ſchlichten. Sie fürchteten, ſo ſchrieben ſie ihm,„daß dem Reiche großes Übel und merklicher Schade aus dem Streite entſtehen würde, da es in den oberen Landen gar übel ſtände, zwiſchen der Ritterſchaft und den Städten.“ Die Ritterſchaft hätte bereits einigen Kurfürſten geradezu erklärt, ſie würde von ihnen abfallen, wenn ſie ſich ihrer Standesgenoſſen nicht annehmen würden.“)
Weit größere Mühe, als der König, gaben ſich die Fürſten, um die Streitigkeiten beizulegen. Der Erzbiſchof von Mainz des Pfalzgrafen Ludwig Vormund, Herzog Otto von Mosbach, Markgraf Jakob von Baden, die Grafen Ludwig und Ulrich von Württemberg und Markgraf Albrecht verſuchten vergeblich, auf einem Tage in Pforzheim die Parteien auszuſöhnen. Kaum verhüllt zeigten die Städte dem Fürſten ihr Mißtrauen. Sie beſchwerten ſich bitter, daß Amtleute, Vaſallen und Räte der Fürſten ihren Widerſachern geholfen und ſie vor ihnen verſteckt hätten, ja daß ane Räte ſelbſt den Städten Schaden zugefügt hatten
königlichen Kommiſſar, Truchſeß von Waldburg ausgeſchriebenen Tag 8 1 beſucht, und trotz der königlichen Friedensgebote die Städter berau
Vgl. für den Ausgang einiger dieſer Fehden, Stäl in, Geſch. v. Württbg., III. S. 453. Hist. Norimberg dipl., S 624.{
; 1) Hiſtor. Arch., Köln. Urkund. v. 27. Nov. 1441.
2) Kollar Analecta Monumentorum omnis aevi Vindob. in S. 1045, vgl. für König Friedrichs Bemühungen den Streit zu ſchlichen Chmel, Reg. Imp. Frid. I, Nr. 447 u. Anhang Nr. 9.
J Köln, Hiſtor. Arch. 2, XII, 1441.