360 Die Vorbereitungen zum Städtekrieg.
Der Bund wagte ein großes Spiel. Am 7. November hatten die fürſtlichen Vermittler ihr altes, angeblich nur gegen Straßenräuberei gerichtetes Bündnis erneuert.“)
Es war klar, daß ſie ſich geſchloſſen auf die Seite der Ritter ſtellen, ſie ſchützen wollten.
„Mit Ernſt begehrten“ damals Markgraf Albrecht und ſeine Freunde von den Städten die Zuſage, ihre Diener und alle, die unter ihrem Schutze ſtänden, zu ſchonen.“) Sie forderten den Städtebund auf, die„rechtlichen und guten Gebote“ der Ritterſchaft anzunehmen. Die Ritter hätten ihnen und den Boten der neutralen Städte die Entſcheidung aller Streitigkeiten übertragen und ſich verpflichtet, in gleicher Weiſe die pünktliche Befolgung des Schiedsſpruches zu verbürgen, wie der Bund.
Durch die Ausflüchte der Städteboten, ſo hätten die Ritter ſie angefleht, möchten ſie„redliche, aufrichtige, rechtliche Gebote nicht verdrücken laſſen“, ſondern wie ſie das als Fürſten des Reiches verpflichtet wären, die Unterdrückten gegen Unrecht ſchirmen, und den Städten fernerhin keinen Troſt und Geleit mehr gewähren. Noch wäre der Streit in Güte beizulegen, die Weigerung der Städte könnte aber„dem heiligen Reiche und den gemeinen Landen großen Unrat und Argerung“ bringen.“)
Auch durch dieſe deutliche Drohung ließen ſich die Städteboten, die am 2. Dezember 1441 in Bibrach verſammelt waren, nicht ſchrecken.“)
Sie beantworteten das Schreiben mit einer ausführlichen Schilderung der Schandtaten ihrer Gegner, um zu erweiſen. daß dieſe ſich hinter ihren Rechtsgeboten nur verſtecken wollten.
1) Witte, Reg. III, 6147. 2) Nördlinger St.⸗A., Städtebundakten 1440, Nr. 190/2. ) Nördlinger St⸗A., Städtebundatten 1441, Nr. 190, 25, 19. Witte, Reg. III, 6148. 5 ) Witte, Reg. III, 6151.