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Die Vorbereitungen zum Städtekrieg. 363
So hatte der Städtebund den Gegenbund den Fürſten hervorgerufen; beide Einungen ſuchten ſich bald durch Heranziehung von Genoſſen zu ſtärken.“) 1
Der Kampf des Hauſes Oſterreich gegen die Eidgenoſſenſchaft verſchärfte nur den Gegenſatz. Mit Oſterreich fochten die feudalen Gewalten faſt des ganzen ſüdweſtlichen Deutſchlands, an den Siegen der Eidgenoſſen ſtärkten ſich die popularen Beſtrebungen im Reiche.) 8 Man hatte in den Kreiſen der Fürſten und Edlen vergeſſen, daß an des Reiches Pforte gegen Süden und Weſten die wehrhafteſten Männer des Reiches ſaßen, deren Tapferkeit 1 Intereſſe des Reiches zu nutzen einfachſte Klugheit geboten hätte.| f Die Herzöge von Sſterreich, Markgraf Albrecht, die Markgrafen von Baden, die Grafen von Württemberg,) mit ihnen oder auf eigene Fauſt eine Menge Herren und Ritter hatten den Eidgenoſſen abgeſagt; doch bei St. Jacob a. d. Sihl und an der Birs, bei Ragatz bewährte ſich der alte Ruhm eidgenöſſiſcher Tapferkeit von neuem.
Vergeblich auch hatte man den Dauphin mit ſeinen „Schindern“ gerufen; gar ſchnell machte der kluge Königsſohn ſeinen Frieden mit den wehrhaften Bauern und Zünftlern.
In den Städten des Reiches aber zweifelte man nicht, daß die Fürſten jetzt dieſen welſchen Auswurf der Menſchheit
gegen ihre Mauern hetzen würden.“) , f;
) Janſſen, Frankfurts Reichskorreſp., II, S. 24.
) Städtechronik, V. S. 399, zeigt, wie eifrig man in den Städten dem Gange des Krieges folgte. Vgl. Keuſſen, Die politiſche Stellung ber Reichsſtädte, S. 49.
) Eſchudi, Chron. Helbet., II, 434436. Vgl. Stälin, 41 Geſch. III, S. 467, Anm. 2, u. Chmel, Materialien, I. 2,
d 85 Städtechroniten, V, S. 176.„Und was die gemeine Sag, daß e Herren Willen hätten, ſie wollten alle Reichsſtätte verderben und
unterdrucken und darumb ſind auch die Gäſt in diſe Land komen.“