Die Vorbereitungen zum Städtekrieg. 367
zember nach Mergentheim; er verpflichtete ſich, die Herzöge Heinrich und Ludwig von Bayern, ſeinen Bruder Johann, den Biſchof von Bamberg, den Grafen Ulrich von Württemberg und Räte des Grafen Ludwig von Württemberg mitzubringen, der Erzbiſchof von Mainz ſollte den Biſchof von Würzburg und den Landgrafen von Heſſen zum Beſuche des Tages veranlaſſen.
Den ſchwäbiſchen Städtebund ſollte der Biſchof von Augsburg einladen. g 5
Die Fürſten hatten ihr patriotiſches Herz entdeckt. Ein großer Bund ſollte in Mergentheim gegen den fremden Eindringling geſchloſſen werden.
In den Städten wußte man wohl, wie wenig feindſelig die meiſten Fürſten dem Dauphin geſinnt waren; man merkte die Falle. Der neue große Bund, in dem die Fürſten das Übergewicht gehabt hätten, ſollte lediglich ihren engeren Bund vernichten. ba 5
. Es war klar, daß Albrecht die Landfriedseinung, die ſein Vater in ſeinen letzten Lebensjahren für Franken und Schwaben zuſtande zu bringen verſucht hatte,) jetzt für den ganzen Süden des Reiches zu errichten verſuchte.;
— Wohl folgten die Städte der Einladung nach Mergentheim, aber nur, um die Handlungen der Fürſten zu überwachen. 5 f
Nicht einen Augenblick war es ihnen zweifelhaft, daß, wenn ſie ſich von dem Bunde ausſchloſſen, in Mergentheim ein ihnen feindlicher) Gegenbund in das Leben gerufen würde. Denn nicht wie erwünſchte Bündner, ſondern wie zukünftige Gegner wurden die Städteboten in Mergentheim behandelt,“
1) Deutſche Reichstagsakten, Bd. XIII, S. 6, S. 56—57. 2) Nördlinger St.⸗A., Städtebundakten vom Jahre 1445, Nr. 222. „Der doch ſchwerlich wider uns ſtette iſt. Die Fürſten weigerten ſich, mit den Städteboten anders als mündlich zu verhandeln, auch verweigerten 1 den Text des Bundesvertrages. Erſt Pfalzgraf Ludwig zeigte 5 en die ſen ſpäter auf einem Tage in Heidelberg, um daraufhin von nen einen für ſich möglichſt günſtigen Vertrag zu erhalten.