Die Vorbereitungen zum Städtekrieg. 369
Am 31. Januar trat auch Herzog Albrecht von Oſterreich dieſem Bunde bei, doch wurde die Bundesverpflichtung nicht auch auf ſeine Länder jenſeits des Arlberg, die von den Eidgenoſſen bedroht waren, erſtreckt;) erſt am 21. Mai 1448 ſchloß ſich als Letzter auch der Biſchof von Bamberg den Bündnern an.)
Nur ein Name fehlte im Bundesvertrage, der des dritten Bündners aus dem Jahre 1443. Gottfried von Limburg war nicht mehr Pfleger des Stiftes Würzburg; er war jetzt erwählter und beſtätigter Biſchof. Vergebens hatte ihn der Kurfürſt von Mainz,) ſpäter auch Albrecht“) wieder für das Fürſtenbündnis zu gewinnen verſucht. Für einen Mann, der aus Geldnot den Nürnberger Reichstag einſt hatte verlaſſen müſſen, bedurfte es nicht allzu großen Scharfſinnes, um zu beobachten, wie ſehr des Stiftes Anſehen, Rechte und Einkünfte in den letzten fünfzig Jahren geſchmälert waren. Cui bono? Kein Haus im ganzen Reiche war in dieſer Zeit an Macht und Anſehen ſo gewachſen, als das der Burggrafen von Nürnberg.
| Wieviel Burgen und Einkünfte waren den Burggrafen durch die Wirrniſſe des Stiftes zugefallen, wieviel Ritter des Stiftes ſtanden in ihren Dienſten, wieviel Rechte aber auch hatten ſie ſich ſtillſchweigend angemaßt? Wer war denn wirklich Herzog in Franken; der Biſchof, der den Titel, oder die Markgrafen, die die Macht beſaßen? Und noch mehr— gerade damals tauchte das Gerücht auf, Markgraf Albrecht wolle ſich das Stift völlig botmäßig machen und verſuchen, was einſt dem Herzog von Sachſen mißglückt war. Es hieß, er wolle Gottfried abſetzen und ſeinen Schweſterſohn, einen Herzog von Braunſchweig, zum Biſchof wählen laſſen.“)
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9 K. Bamberger Kr.⸗A., S. I, K. 28, L. 3, F. 1, Nr. 11. ) K. Würzburger Kr.⸗A., Mainz⸗Aſchaffenburg, Ing. Buch Nr. 25, S. 285286) 1.
3) Nördlinger St.⸗A., Städtebundakten v. J. 1444, Nr. 218. Nördlinger St.⸗A., Städtebundakten v. J. 1446, Nr. 231. ) Würzburger Kr.⸗A., Standbuch, 440, S. 438440.
Markgraf Albrecht Achilles I