Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1911)
Entstehung
Seite
371
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Die Vorbereitungen zum Städtekrieg. 371

beigetreten waren,) glaubte auch Biſchof Gottfried ſeine Politik offen vertreten zu dürfen; am 22. Juni ſchloß auch er ein Bündnis mit der geſamten Stadtvereinigung.)

Der Anſchluß des Biſchofs war für den Bund ein großer Erfolg, nicht nur, weil dieſer Kirchenfürſt in den Städten be­liebt und hochgeachtet war, ſondern auch weil, wie auf der Tagung geſagt wurde, ermehr Mannſchaft und Ritterſchaft als irgend ein Fürſt in dieſen Landen hatte. Die Städte waren ſicher, daß im Falle eines Krieges ihnen das Bündnis mit dem Biſchofzu merklichem Nutzen und Gutem kommen und dienen würde.)

So wenig Albrecht dem Münchener Herzog bei ſeiner ſchwierigen Stellung in der Ingolſtädter Erbſchaftsfrage den Anſchluß an die Städtevereinigung verübeln konnte, ſo ſehr 4055 ihn der Frontwechſel des Biſchofs von Würzburg erzürnt haben. 8

i Ende Mai hatte Albrecht den Biſchof während des Schweinfurter Tages getroffen, auf dem Albrecht den Biſchof von Bamberg mit den Brüdern Hans und Fritz von Walden­fels hatte richten wollen;gütlich war der Biſchof hier von

; 1) Herzog Albrecht von Bayern hatte ſich am 3. Auguſt 1445 mit 25 Reichsſtädten zu gegenſeitiger Hilfe verbündet.(Stuttgarter Staats­archiv, Einungen mit Adel und Reichsſtädten, Fasc. V. C. 1, Nr. 40. Nörd­linger St.⸗A., Städtebundakt., 1445, Nr. 229. Vgl. Riez ler, Geſchichte Bayerns, III, S. 350); am 12. Juni 1446 ſchloß er mit 31 Städten ein Bündnis.(Stälin, Geſchichte Württembergs, III, S. 465.)

2) Biſchof, Dekan und Kapitel des Stiftes Würzburg ſchließen am 22, Juni auf 3 Jahre das Bündnis.(Stuttgarter Staatsarchiv, Reichs­ſtädte, II, Laden, F., 5. Büſchel, 27. Städte⸗Chronik, Bd. X, S. 167, Anm. 5, Band II, S. 419, Anm. 1). Am 26. Juli 1447 trat auch der Viſchof von Augsburg dem Bunde bei.(Stuttgarter Staatsarchiv, Reichsſtädte II, L. M., Fach 5, Büſchel 27.)|

) Nördlinger St.⸗A., Städtebundakten, 1446, Nr. 231.

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