Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1911)
Entstehung
Seite
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Die Vorbereitungen zum Städtekrieg. 377

unmögliche Sachen angeſonnen oder zugezogen würden.) Viele alte Freunde und Räte Albrechts hatten den Bund unter­ſchrieben; er konnte ſich auf ſie verlaſſen.

Aber auch des Stiftes Ritterſchaft hatte bald Gelegen­heit, zu erkennen, wie gut der Markgrafen Schild zu decken wußte.

Als Vierundzwanzigjähriger hatte Albrecht einſt mit dem Erzbiſchof von Mainz und Herzog Otto zuſammen im Stifte Schloß Jagſtberg erobert, und es einem ſeiner Diener Jörg von Absberg übergeben.|

Die früheren Beſitzer, verwegene Raubritter, die Hor­necke, hatten jetzt acht Jahre nach der Eroberung in einer Sep­tembernacht die Burg überrumpelt. Am Mittwoch war es ge­ſchehen, am Samſtag ſtanden fie gebunden im Schloßhof der kaum gewonnenen Feſte.

Albrecht hatte an der Spitze der Seinen im Sturm die Mauern erſtiegen.

Und in den Landen in der Runde erzählte man von der kühnen Tat des Fürſten, der gerade damals ſeiner Schweſter in Bayern das Erbe, dem Papſte im Reiche die Obedienz, gewann.

Das war ein Fürſt, der nach einem Rechtsbruche nicht lange feilſchte, Recht bot, auf gütlichem Wege verhandelte, ſich auf Rechtsſprüche verließ. Der nahm ſich und den Seinen das Recht mit gewappneter Hand, auch er verhandelte mit den Raubrittern, aber nur über Urfehde und Löſung;

) Lunig, Teutſches Reichsarchiv, Part. Spec. Cont. III, Abſ. 2, S. 251256, 25. Sept. 1446. Vgl. auch S. 290292. Albrecht verſpricht den Bund, den fränkiſche Edle mit Schweinfurt ſchließen, zu ſchützen. 19. Auguſt 1448. Über den Widerſtand, den die ſtädtefreundliche Politik 2 e bei der Ritterſchaft des Stiftes fand, vgl. Frieſe, Chron.,

) Vgl. oben S. 132. Biſchof Gottfried hatte ſpäter als Lehnsherr das Schloß für 4000 Gulden an Absberg verpfändet.

) Frieſe, Chronik, S. 800.

) K. Bamberger Kr. A., Jehdeakten, Fasc. II, Nr. 2, 3, 4, 6, 8, 16.