Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1911)
Entstehung
Seite
383
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Die Vorbereitungen zum Städtekrieg. 383

Die Warnung des Kurfürſten vor den gewalttätigen, ſeine Leichtgläubigkeit am ſchlimmſten ausnutzenden Räten, den Brüdern Apel und Bernhart Vitzthum, machte dem jungen Herzog dieſe Diener beſonders wert; was Fürſorge für das Geſamtintereſſe des Hauſes war, ſchien ihm Rechthaberei und Neid.Ehe er ſeine Räte laſſe, wolle er lieber mit ihnen aus dem Lande gehen, ſo antwortete er dem Bruder.)

Für Markgraf Albrecht war der ſich immer erneuernde Streit der Brüder ein bedenkliches Hindernis bei der Aus­führung ſeiner Pläne. Der von ihm in Leipzig vermittelte Waffenſtillſtand lief im April ab;) er war von keiner Seite gehalten worden. Die Erbitterung war während ſeiner Dauer nur gewachſen; ſchon Weihnachten hatte die Fehde wieder be­gonnen.)

Apel Vitzthum warb in Böhmen ein huſſitiſches Söldner­heer;) ein furchtbarer Bruderkrieg ſchien nahe und unver­meidlich. N

Dem Kurfürſten waren die Biſchöfe von Magdeburg,

Merſeburg, Naumburg, die Grafen von Gleichen und Mans­feld, Graf Bodo von Stolberg, die Herren von Beichlingen, Hohenſtein, Querfurt, Trautenburg, Bünau und Kirſtan von

kabinett(1714), S. 272. In wie hinterliſtiger Weiſe in ihn die Brüder Vitz­thum genarrt und übervorteilt haten, geht aus Wilhelms ſpäterer Klage­ſchrift gegen fie hervor. Müller, Staatskabinett IV., S. 279291.

) Gabelentz, Ein Beitrag z. Geſch. d. Bruderkrieges und A. Vitzthums Mitt. d. Geſch. u. Altertumsforſch. Geſch. des Oſter­landes, VII, S. 260. g

2) Stolle, a a. O., S. 9.

) Vetero, Cell. Chron. Mencken, Seipt. II S. 423424. Kammermeiſter Menden III, S. 11911192. Schmidt, Die Zer­ſtörung der Stadt Gera im ſächſiſchen Bruderkriege, Z. d. Ver. f. Thü­ring. Geſch., Bd. XVII, S. 301. e

) Bachmann, Fontes rer. aust., Ba. 42, S. 30. Vgl. Bach­A Herzog Wilhelm von Sachſen auf dem Zuge vor Soeſt. Neues 1 f. ſächſ. Geſch., II., S. 99. Löbe, Vom Bruderkriege 14461451.

itteilung d. Geſch. u. Altert.⸗Forſch. Gef. des Oſterlandes X, S. 164.