392 Die Vorbereitungen zum Städtekrieg.
„zu gebührlicher Zeit des anderen Zuges deſto beſſer geſtärkt und geſchickt fein möge“.);
Doch ſchon an den feſten Mauern von Lippſtadt und ſpäter an dem Heldenmute der Soeſter Bürger brach ſich die Kraft der zügelloſen Scharen Herzog Wilhelms.
überall atmete man wie von böſem Alp befreit auf; die Reichsſtädte hielten ihre Geſandtſchaft, die ſie in Herzog Wilhelms Lager hatten ſenden wollen, zurück.“) In der Heimat des Herzogs ſchloſſen ſich alle bedrohten Elemente zuſammen.
Der Kurfürſt Friedrich von Sachſen,) die Biſchöfe von Magdeburg, Halberſtadt, Meißen, Merſeburg, Naumburg, Fürſt Bernd von Anhalt, Graf Botho von Stolberg, die Grafen Volrath und Günther von Mansfeld, Graf Ernſt von Gleichen, die Herren Hans und Günther von Beichlingen und die Stadt Erfurt ſchloſſen in Eisleben ein feſtes Schutzbündnis gegen Herzog Wilhelm und ſeine wilden Söldner.“
„Wider und leid“ wäre ihm des Bruders Zug, ſo erklärte
der Kurfürſt. Die Bündner waren entſchloſſen, mit aller Macht eine Rückkehr der Böhmen durch Thüringen oder Meißen zu hindern.) Man tröſtete ſich aber, daß es nicht zum Kampfe kommen würde; es galt als ſicher, daß das Heer durch Franken zurückziehen würde.“)
1) Nördlinger St.⸗A., Städtebundakten, 1447, 1 2.
2) Fontes rer. austr., 42, S. 42.
3) Dem Kurfürſten hatte König Friedrich 1446 das Reichsbanner gegen Soeſt überſchickt. Friedrich hatte Soeſt im Mai 1446 abgeſagt. eee. aus, Deutſche Geſch. im Ausgange des Mittelalters, S. 169 is 170.
4) Dresdener St.⸗A., Urkd. 6987. 1. Juli 1447. Jeder der Kontrahenten behielt ſich das Recht vor, den Biſchof von Hildesheim, die Stadt Braunſchweig und andere Herren und Städte in den Bund aufzunehmen.
5) Bamberger K.⸗A., Rothenburger Landfriedensakten, Fasc., Nr. 75. Brief des Lic. Hermann Brun an Windsheim.
0) Würzburger Kr.-N., Standbuch 440, S. 454. Brief des Bischof von Würzburg an den Rat von Dinkelsbühl, 13. Juli 1447.