‚394 Die Vorbereitungen zum Städtekrieg.
ſtädte ſwerlich beſchädigt oder umb ihr Stette übereilet und überſchnellet werden ſollen“.) Dazu kam, daß ihr wichtigſter Bündner, der Biſchof von Würzburg, ſich im Juni heimlich mit Markgraf Johann, dem Biſchof von Bamberg und Räten Albrechts in Bamberg getroffen hatte, wenige Tage ſpäter die Räte der vier Fürſten in Windsheim!) und dann in Würzburg) zuſammengekommen waren. Wenigſtens die Sorge, den mächtigen Bündner zu verlieren, wurde den Städten bald genommen. Anfang Juli erſuchte ſie der Biſchof, einen Tag in Rothenburg beſuchen zu wollen, um über gemeinſame Abwehrmaßregeln zu beraten, die notwendig geworden wären, da die Friedensverhandlungen mit dem Markgrafen ergebnislos verlaufen wären. Willig ſandten alle Städte ihre Boten.
Es war keine freundliche Ausſicht für die Städteboten, als die Räte des Biſchofs ihnen in Rothenburg auseinanderſetzten, daß Albrecht bereits zum 10. Auguſt Truppen angeworben und in ſeinem Lande aufgeboten hätte und daß zugleich die böhmiſchen Scharen Herzog Wilhelms in Franken einbrechen würden. Aber es war auch unzweifelhaft, daß ſelbſt durch weitgehendſte Nachgiebigkeit des Biſchofs nichts zu 9 winnen war;„wohl verſehenlich“ ſchien es, daß, ſobald Albrecht „ſeinen Willen gegen den Biſchof erlangte, er an die Städte ſetzen würde“.“) Das Aufgebot des Bundes wurde zum 10. Auguſt nach Rothenburg beſtellt.|
Albrecht war von Pforzheim nach Cannſtatt zu ſeinem Freunde, dem Grafen Ulrich von Württemberg geritten, von dort ſuchte er durch lange Rechtfertigungsſchreiben die Bunde“
1) Straßburger St.⸗A., A. A. 189, Nr. 65. 8
) Archiv des german. Muſeums, Nr. 6128. N
) Würzburger Kr.⸗A., Standbuch 440, S. 443. 0 8 0 ) Würzburger Kr. A., Standbuch 440, S. 446, Brief d. Bilde v. Würzburg an die Städtevereinigung v. 17. Juli 1447. Pamberge! Kr.⸗A., Rothenburger Landfriedenakten, Fasz. III. Nr. 17, ähnlicher dringender Brief an Rothenburg. 0. 8
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