Die Vorbereitungen zum Städtekrieg. 395
genoſſen des Biſchofs für ſich zu gewinnen.) Nicht ganz ohne Erfolg— denn Herzog Albrecht von München, dem nie ein Vorwand, durch den er ſich einer unbequemen Verpflichtung entziehen konnte, zu kümmerlich war, erſuchte den ihm verbündeten Biſchof dringend, die Rechtgebote Albrechts anzunehmen oder ſelbſt in ſolcher Weiſe Recht zu bieten, daß er nicht„Recht oder Gelimpf überlanget werde“.) Auch Rothenburg antwortete dem Markgrafen ſehr höflich, daß es ſeine Rechtgebote, wenn darüber verhandelt werden ſollte, zu ſeiner Rechtfertigung mitteilen würde. Käme es zum Kriege, würde die Stadt ſich ſo halten, daß ſie kein Vorwurf treffen könnte.“) Wie die Worte gemeint waren, zeigte beſſer noch wie die dem Biſchof nochmals gegebene Hilfszuſicherung,) die Rüſtung der Stadt.
In der Tat ſchienen auf den erſten Blick die Rechtgebote des Markgrafen nicht unbillig;“ ſchlug er doch als Schiedsrichter für ſeine und ſeiner Diener Forderungen, die unbezahlte Schulden des Stiftes und Beſchwerungen durch geiſtliches und weltliches Gericht betrafen, nicht nur den Erzbiſchof von Mainz, den Pfalzgrafen Ludwig und viele andere Fürſten als Schiedsrichter vor,) ſondern er erbot ſich ſogar,
) K. Kr. A. Würzburger Standbuch 440, S. 442443. Schreiben Albrechts an Pfalzgraf Ludwig vom 13. Juli 1447, Bamberger Kr.⸗A., Rothenburger Landfriedensakten, Fasc. III, Nr. 42, Schreiben Albrechts an Rothenburg.| 165) Würzburger Kr.⸗A., Misgell. 1029, Nr. 74, Schreiben b. 16. Juli
Nr. 43
* Würzburger Kr.⸗A., Standbuch 440, S. 469. Vgl. Witte, Reg. III. 6766.; 1 ee 290 3) Er bot auch Recht auf Kurfürſt Friedrich von Sachſen, auf die G von Bamberg, Augsburg, Eichſtätt, auf die Herzöge Heinrich Sf. Landshut, Albrecht von München, Albrecht und Sigismund von d DO auf die Pfalsgrafen Otto und Stephan, auf Markgraf Jakob en en, auf die Grafen Ludwig und Ulrich von Württemberg. Jeder a genannten Fürſten ſollte mit ſeinen edlen Räten den Streit entcheiden dürfen. 1 3055| AN
) Bamberger Kr.⸗A., Rothenburger Landfriedensakten, Fasz. III,