Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1911)
Entstehung
Seite
414
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414 Die Vorbereitungen zum Städtekrieg.

Als Albrecht aus Sachſen zurückgekehrt war, ſuchte er die Entſcheidung über den Streit, in dem auch ſein Rat, Sigmund Schenk von Geyer, verwickelt war, an ſich zu ziehen; zun 12. November lud er die Parteien nach Ansbach.)

Nur ungern ſah man in Nürnberg die Wendung der Dinge. Mit dem Nachbarn,der ſelbſt und deſſen Vorvordem der Stadt merklich Guts getan hatten,) wollte Nürnberg höchſtens zur Wahrung feiner Privilegien, nicht aber um po geringer Urſache willen einen Krieg. Aber der Rat fühlte dach allzu ſehr, daß der gegen Heideck geführte Schlag die Stadt treffen ſollte, um den Ritter zu verlaſſen. Er unterrichtete die Verbündeten in Schwaben von der Frage und ließ ſich ihre Unterſtützung zuſichern.)) Eine Ratsbotſchaft unter Führung Gregor Heimburgs ſtand Konrad von Heideck zur Seite.) Was derfürſichtige Nürnberger Rat vorausgeſehen hatte, traf pünktlich ein.

In Ansbach erklärte Johann von Heideck, nur auf des Bruders Veranlaſſung wäre er aus Albrechts Dienſten getreten,

nach Konrads Rat und Angaben habe er den Markgrafen auf der Jagd fangen wollen, mit ſeiner Unterſtützung hätte er die Streifen auf des Markgrafen Gebiet unternommen.)

Vergebens beſtritt Konrad von Heideck dieſe Anſchuldi gungen, dem Markgrafen kamen ſie allzu gelegen. Er legte ſein Richteramt nieder, warf ſich ſelbſt zumSachwalter und Kläger auf.)

) Weimarer Geſamtarchiv, Burkhardts Urkundenbuch, Nr. 45. 13. Oktober 1447.

2) Nördlinger St.⸗A., Städtebundakten, 1447, J, 3.

3) Nördlinger Kr.⸗A., Briefbuch XVIII, S. 387.

) Joachim ſohn, Gregor Heimburg, S. 121. Auch ‚be Biſchof von Würzburg und der Pfalzgraf hatten Konrad von Heide je einen Rat zum Beiſtand geſandt, die aber auf dringendes Verlangen Albrechts ihr Amt niederlegten.

) Bamberger Kr.⸗A., Märkers Katalog, 1904, Prod. 3.

) Nürnberger Kr.-⸗A., Briefbücher XVIII, S. 387.