Die Vorbereitungen zum Städtekrieg. 419
deck zu entlaſſen, da er ſein„Landſaß“ wäre; er könnte es nicht dulden, daß jeder, der im Lande wider ihn wäre, ſich an Nürnberg einen Rückhalt ſuchte.
Seine innerſten Wünſche und Gedanken aber verriet Albrecht, als er den Abgeſandten zurief,„fein Fürſtentum beginne zu Eger an der Mauer und reiche bis an das Kreuz, das unter Uffenheim ſtehe und an das Geſteig bei Eichſtätt; dies Fürſtentum zu ſchützen und zu behalten, hätten ſeine Vorfahren Gut und Blut willig hingegeben.“ So ſehr ſich die Ratsherren bemühten, den Spott zu verbergen, es klang wie Hohn, als ſie erwiderten, der Markgraf hätte einen weiten Kreis für
ſein Fürſtentum genannt; in dieſem Kreiſe läge auch des
Reiches freie Stadt Nürnberg. Mit Unterſchieden hätte der Markgraf wohl in dieſem Kreiſe ein Herrſchaftsrecht, aber es wäre ſicher ein anderes, ob Konrad von Heideck bei ſeiner Stadt Heideck oder bei Ansbach graben ließe.“)
Es war nicht allzu ſchlagfertig, wenn Albrecht mit der Drohung antwortete: Er wüßte wohl, daß die Nürnberger ſich mehr Rechte anmaßten, als je ihre Vorfahren beſeſſen hätten. In der Tat aber hätte der Rat nur innerhalb der Mauern der Stadt zu richten; mit Hilfe ſeiner Freunde gedächte er, ſein Recht zu ſchützen. f
So verlief die Verhandlung fruchtlos. Die Räte Albrechts ließen den Rat erſuchen, Heideck zu veranlaſſen, das Bergwerk
ſtill zu legen; die Abgeſandten forderten Albrecht dringend auf,
nichts gegen Heideck zu unternehmen. Als aber die markgräflichen Räte ein Protokoll über die Verhandlungen mit den Abgeſandten aufnehmen wollten, wiederholten dieſe wohl den ihnen vom Rate mitgegebenen Auftrag, weigerten ſich aber entschieden, die von beiden Seiten im Streite gefallenen heftigen Worte ſchriftlich niederzulegen.“)
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) v. We ech, Hiſtor. Darſtellung, Städte⸗Chr., II, 357358. Riedel, Der Krieg des Markgrafen Albrecht uſw., Zeitſchr.
für preuß. Geſch. u. Landeskunde, IV, S. 537.
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