420 Die Vorbereitungen zum Städtekrieg.
In Nürnberg wußte man, daß es keine leere Drohung war, wenn ſich Albrecht auf die Hilfe ſeiner Freunde berief
Im Mai hatte er und fein Bruder Johann mit dem Erz biſchof von Mainz, dem Biſchof von Bamberg, Herzog Ott von Mosbach, Markgraf Jakob von Baden und Graf Ulrich von Württemberg in Öhringen lange beraten;) wenige Tage vor der Verhandlung auf der Cadolzburg hatten die Markgrafen und der Biſchof von Bamberg auch mit Herzog Wilhelm von Sachſen und Landgraf Ludwig von Heſſen in Coburg ein gemeinſames Vorgehen verabredet.“)
Auch der Rat ſicherte ſich das Einvernehmen feine Bündner in dieſer Frage, er ſandte Nikolaus Muffel, ſobal er von Cadolzburg zurückgekehrt war, zuſammen mit Jing Haller nach Ulm.;
Ohne Zaudern ging Albrecht vor; am Tage nach der Ver; handlung auf der Cadolzburg erließ das Nürnberger Landgericht, ohne auch nur Heideck zu laden, eine einſtweilige Ber fügung, durch die bis zur endgültigen Entſcheidung des Streites die Stillegung des Bergwerkes angeordnet wurde.“) Heide, der nur dem Hofgerichte des Königs zu unterſtehen behauptete appellierte gegen dieſes Urteil.“) i
Als ſich die Gegenſätze fo verſchärften, entſann ſich Pfalz graf Ludwig wieder ſeiner Vermittlerrolle.
Zum 12. Auguſt ſetzte er endlich den Parteien nach Mer gentheim einen Rechtstag; Albrecht unterwarf zwar alle ſtrittgen Fragen, auch die wegen des Heidecker Bergwerkes, der Ent
1) Witte, Reg. III, 6854. Ein Zug zur Rettung Freiburg wurde auf dem Tage beſchloſſen.;|
2) Nürnberger Kr.⸗A., Briefbücher, XIX, S. 70. 1
) Nürnberger Kr.⸗A., Briefbücher XIX, S. 85—86. Die Nür.
die BE
berger behaupteten, daß nach der Ordnung des Landgerichts 1 boten ge
kündigung ſolcher Verbote, ohne vorhergegangene Ladung ver weſen ſei.
4) Nürnberger Kr.⸗A., Briefbücher XIX, S. 143147. Bamber Kr.⸗A., Märkers Katalog, 1904, Prod. 199.
get