Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1911)
Entstehung
Seite
426
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426 Die Vorbereitungen zum Städtekrieg.

bringen, als die den Städten verbündeten Fürſten in das geg neriſche Lager zu treiben.)

Auch für die Aufnahme des Kurfürſten von Sachſen hatte Ulm geſtimmt und die Bundesſtädte gewarnt, nichtzu raſch zu ſein, damit die Gegner nicht früher, als den Städten lieh wäre, über ihre Köpfe hinweg ſich einigten.

Aber fo ſehr den Städten das Angebot des Kurfürſten, der des Königs Schwager war, ſchmeicheln mußte, ſie wollten ſich unter keinen Umſtänden in den endloſen ſächſiſchen Bruder ſtreit, in des Kurfürſten böhmiſche Händel einmiſchen.Unge­legenheit halber ſchlugen ſie ſein Erſuchen ab.)

Am Abend des FeſtesMaria Geburt, einem Sonntag, fiel der erſte Schlag. Apel Vitzthum, der vertraute Rat Ger zog Wilhelms von Sachſen, überfiel die würzburgiſche Stadt Haßfurt, die einen der wichtigſten Mainübergänge ſchützte; nur durch die Entſchloſſenheit der Bürger mißlang die Überrumpe­lung.) i

Man wußte in Nürnberg, daß es ſich bei dieſem Über falle nicht bloß um einen Handſtreich des berüchtigten Rauf boldes handelte, man kannte den Anſtifter des Planes. Wenige Tage vor dem Überfalle hatten Markgraf Albrecht und Ap Vitzthum ſich heimlich in Bamberg getroffen, fünf Stunden lang hatten ſie ohne Zeugen ihre Abſichten beſprochen.)

Am Tage des Überfalles hatten die Markgrafen und det Biſchof von Eichſtätt aufgeboten, Reiswägen beſtellt und waren außer Landes gezogen.)

1) Nördlinger St.⸗A., Städtebundakten, 1447, I, 3.

2) Nördlinger St.⸗A., Städtebundakten, 1449, No. 1.

3) Nördlinger St.⸗A., Städtebundakten, 1449, No. 260.

) Frieſſe, Chron., S. 808, vgl. S. 801 und Witte, Reg. II

5) Nürnberger Kr.⸗A., Briefbücher XIX, S. 160.

6) Nürnberger Kr.⸗A., Briefbücher, XIX, S. 157.

7) Nürnberger Kr.⸗A., Briefbücher, XIX, S. 167. Am 1 tember kehrten die Markgrafen heim; ſie entließen zwar ihr Auf jedoch mit dem Befehle, ſich zum ſofortigen Aufbruche bereit zu h.

2. Ch gebol alten.