4928 Die Vorbereitungen zum Städtekrieg.
ſicht gab der dat durch Beſtrafung der Schöffen, die ſich unterſtanden hatten, die Delinquenten abzuurteilen, Nachdruck; die ſich widerſetzenden Burſchen ließ der Rat mit Gewalt vor das Reichsgericht führen. Albrecht hielt das Vorgehen des Rates für einen Eingriff in die niedere Gerichtsbarkeit feines Lehen, während der Rat zur Aufrechterhaltung ſeiner höheren Gerichtsbarkeit im Dorfe gehandelt zu haben behauptete.
Ferner war der Schutz über die Klöſter St. Egidien, St. Klara und St. Katharina in Nürnberg ſeit langem zwiſchen den Markgrafen und der Stadt ſtrittig. Dem Schutze entſprachen gewiſſe Dienſte und Abgaben. Nach dem erſten Städtekriege hatten die Burggrafen Friedrich d. A., Johann und Friedrich d. J. mit der Stadt vereinbart,) daß fie ihre Ar ſprüche gegen die Klöſter mit dieſen ſelbſt auf dem Rechtswege austragen ſollten. Die Burggrafen verſäumten, von dieſet Beſtimmung ſofort Gebrauch zu machen.“)
Als aber während der Vorbereitungen zum Huſſitenzuge
ſowohl Kurfürſt Friedrich wie der Rat von den Klöſtern Gil leiſtung forderten, hielt Kaiſer Sigmund am 27. Juli 1431 in der Stadt über die Berechtigung dieſer Forderungen Gerich, verſchob jedoch die Entſcheidung bis nach Beendigung des Fels; zuges;) das hieß ad calendas graecas.
In der Tat erfolgte niemals eine Entſcheidung in dieſet
1) Nürnberger Kr.⸗A., S. 14, Nr. 653. Men., S. 37—40. 2. Sebtember 1391.
2) Kurfürſt Friedrich erhielt zwar vom Kaiſer Sigmund e Schutzbrief über das Kloſter St. Egidien am 11. Juli 1415, und in Tat gab der Abt dieſes Kloſters am 14. Auguſt 1416 mit Zuſtimmung des Abtes zu den Schotten in Regensburg ſeine Einwilligung zu dieſen Schutze; doch unterſtellte nach der Reformation dieſes Kloſters ein neut; Konvent das Kloſter wieder dem Schutze des Rates von Nürnberg un Kaiſer Sigmund beſtätigte dieſe Anderung. Über die Klöſter St. Kathe rina und St. Klara hatten von 13911431 und von 14321448 keinerle Verhandlungen geſchwebt.
3) Nürnberger Kr.⸗A., S. 14, Nr. 653, Men., S. 63—69.
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