Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1911)
Entstehung
Seite
433
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Die Vorbereitungen zum Städtekrieg. 433

Auch die Warnungen vom Herannahen eines böhmiſchen Heeres wollten nicht aufhören; man erzählte ſich in Nürnberg ſogar die Bedingungen, unter denen Albrecht dieſe Hilfe ange­worben hätte.) 8

Wohl verſuchten einige Fürſten, den nahenden Sturm zu beſchwören. 5

So lud Herzog Albrecht von München beide Parteien ein, ſich am 12. Januar zu einem gütlichen Tage in Pfaffenhofen einzufinden.?)

Am 18. November war die Einladung aus München an Albrecht abgegangen, aber erſt in den letzten Tagen des Jahres hielt er fie in den Händen. Am Neujahr 1449 ſchrieb er Her­zog Albrecht den Tag ab, da er nicht mehr in der Lage wäre, ſich genügend zu den Verhandlungen vorzubereiten.)

In der Tat war der Unermüdliche ſchon Ende Septem­ber dem Rufe des Freundes nach Sachſen und des Bruders in die Mark gefolgt. Am 30. September ſchloſſen die Markgrafen mit Herzog Wilhelm von Sachſen ein feſtes Schutzbündnis gegen Herzog Friedrich und den Erzbiſchof von Magdeburg.

Indeſſen verſöhnten ſich die herzoglichen Brüder ſchon am 18. November. Beide verſprachen, einander zu helfen und jeder den anderen in ſeinem Erbteile nach eigenem Willen ſchal­ten zu laſſen; jeder ſetzte die Einkünfte dreier Städte als Bürg­ſchaft ſeines guten Willens; dieſe Städte wurden angewieſen,

1) Nürnberger Kr.⸗A., Briefbücher, XIX, S. 188. Der Nürnber­der Rat ſchreibt an Ulm: Zum Dank fürdas Gewerbe, das ein Herr uns am nechſten geſeſſen in Böhmen gehabt habe, ſollte er für den Hilfszug nach Franken in den erſten vier Wochen nur Koſt und Futter bezahlen; erſt nach Ablauf der vier Wochen hätte er ſich zu Sold­zahlungen verpflichtet.

) Nürnberger Kr.⸗A., Relationenband 484, S. 102103. Herzog Albrecht hatte ſich vorher der Geneigtheit des Rates, den Tag zu beſuchen, verſichert. v. Weech, Hiſtor. Darſtellung uſw., Städte-Chr., II, S. 361. ) Nürnberger Kr.⸗A., Relationenband 484, S. 108. ) Berliner St.⸗A., Sachſen 15, ſ. 1. Markgraf Albrecht Achilles l.