436 Die Vorbereitungen zum Städtekrieg.
Es mußte Albrecht um ſo leichter ſcheinen, Herzog Heinrich in den Fürſtenbund zu ziehen, da die ſchwäbiſchen Reichsſtädte ſich dem Gegner Heinrichs, dem Herzog Albrecht von München, verbündet hatten, und Herzog Heinrich ihnen erſt vor wenigen Monaten einiger Streitigkeiten halber das Geleit in ſeinem Lande aufgeſagt hatte.“)
In den erſten Tagen des neuen Jahres ritt Albrecht nach Landshut,“) aber ſo rückſichtslos der alte Herr in allen Fragen zuzugreifen pflegte, die ſein Intereſſe berührten, ſo wenig ging er in allen ſonſtigen Fällen aus ſeiner Zurückhaltung heraus. Er lehnte jedes Hilfsverſprechen ab, ſolange Herzog Wilhelm ſich mit dem Biſchof von Würzburg nicht ausgeſöhnt hätte,) nur zur Übernahme einer Vermittlerrolle im Sinne Albrechts erklärte er ſich bereit.
Zuerſt ließ der vorſichtige Fürſt durch den ihm befreundeten Rat von Regensburg in Nürnberg anfragen,“) ob man dort geneigt wäre, einen von ihm angeſetzten gütlichen Tag zu beſuchen.)
Dem Rate kam dieſe Anfrage ſehr gelegen, da auch Herzog Otto von Mosbach, einer der treueſten Freunde Albrechts, den Rat erſucht hatte, ihm die Vermittlung in dem Streite der Stadt mit dem Markgrafen zu übertragen.“) Dieſen unbe quemen Vorſchlag lehnte der Rat jetzt dankend ab, dagegen teilte er dem Rate von Regensburg ſeine Bereitwilligkeit mit, einen von Herzog Heinrich angeſetzten gütlichen Tag zu beſuchen.“)
Am 29. Januar trafen zwei Räte Heinrichs, von zwei
1) Nördlinger St.⸗A., Städtebundakten 1448, Nr. 252. 2) Nürnberger Kr.⸗A., Relationenband 484, S. 114.
3) Bamberger Kr.⸗A., Märkers Katalog, 1904, Nr. 118. ) Nürnberger Kr.⸗A., Relationenband 484, S. 111.
5) Nürnberger Kr.⸗A., Relationenband 484, S. 114.
e) Nürnberger Kr.⸗A., Relationenband 484, S. 112113.