Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1911)
Entstehung
Seite
449
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bliothel, ner del rer Ge­er Jobft erhand­ages an 36.

Die Vorbereitungen zum Städtekrieg. 449

ſandten wußten auf jede Klage nicht mehr oder anderes zu antworten, als was der Rat in ſeinen nicht weniger kurzen Schriften bereits ſo oft dargelegt hatte.

Nach ihrer Verteidigung brachten die Nürnberger ihre Klagen vor; ſie ſprachen nur kurz, um die Vermittler nicht verdrießlich zu machen.

Sie beſchwerten ſich über die vertragswidrige Neuauf­richtung einer Zollſtätte bei Schwabach und über die Bedrück­

ung einiger Hinterſaſſen der Stadt durch Albrecht. Vor allem

aber beklagten ſie ſich, daß die Markgrafen ihre vermeintlichen Forderungen nicht auf dem Rechtswege, ſondern mit Gewalt austrügen.;

Um entgegenzukommen, wollte Nürnberg ſeine Forde­rungen ruhen laſſen und vorerſt die Forderungen der Mark­grafen vor dem Könige austragen.

Konrad von Heideck wäre nicht wegen ſeiner angeblichen Verfehlungen bei den Markgrafen in Ungnade gefallen, hätte er doch, bis ſein Dienſtverhältnis zu Nürnberg bekannt gewor­den wäre, am markgräflichen Hofe verkehren dürfen. Auch für Heideck boten die Räte des Bergwerkes halber auf den König Recht; für alle anderen Streitfragen, auf einen der drei geiſt­lichen Kurfürſten, auf den Biſchof von Würzburg, auf die Her­zoge Heinrich und Albrecht von Bayern, auf die fränkiſche

Ritterſchaft oder die Geſellſchaft vom St. Georgenſchild.

Ernſtlich baten die Nürnberger Boten die fürſtlichen

Vermittler gemäß dem Befehle des römiſchen Königs die Markgrafen anzuweiſen, dieſe Rechtsgebote nicht abzulehnen. In würdiger Haltung ſchloſſen ſich die Ratsherren der anderen Städte dieſer Bitte an; ſie erklärten, der Städtebund werde Nürnbergnicht laſſen. Da ſprang der trotzige, übelberüchtigte Apel von Vitz­auf, und forderte die Vermittler im Namen Herzogs M von Sachſen, des Landgrafen von Heſſen und der ge von Braunſchweig auf, Nürnberg anzuweiſen, nicht Markgraf Albrecht Achilles l. 29

thum Wilhel Herzö