Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1911)
Entstehung
Seite
450
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450 Die Vorbereitungen zum Städtekrieg.

mit zweckloſen Rechtsgeboten den Austrag hinzuziehen,{or dern die gerechten Forderungen der Markgrafen zu erfüllen Auch ſeine Auftraggeber würden ihren Freund nicht verlaſſen.

Dann hielt Albrecht ſelbſt nocheine ernſtliche Rede die den Glauben des Hoffnungsfreudigſten an eine mög liche Erhaltung des Friedens zerſtören mußte. | Mit Konrad von Heideck, ſo erklärte Albrecht, wolle a überhaupt nicht verhandeln; er gedenke ihn für ſeine Frevel taten zu ſtrafen. Von Nürnberg verlange er Rückerſtattun des widerrechtlich Angeeigneten und Schadenerſatz. Weigel ſich die Stadt, dieſer Forderung freiwillig zu entſprechen,| würde er ſie mit der Hilfe ſeiner Freunde dazu zwingen.

So ſchroff ſprach der Markgraf das letzte Wort in da öffentlichen Verhandlung.

Nach dem Verhöre erſuchten die Vermittler beide Pa teien, je drei Abgeordnete zu einer geheimen Verhandlung# beſtimmen.

Albrecht ordnete vier Räte ab: Wilhelm von Rechbel! Apel Vitzthum, Hans von Seckendorf und Dr. Knorr; de Städte ſtellten ihnen Dr. Heimburg, Erhard Reich aus Regen burg, Stephan Hangenor aus Augsburg und Hans Ching aus Ulm gegenüber..

Die fürſtlichen Vermittler erklärten in der Sitzung be den Parteien, daß nach ihrer Überzeugung weitere öffentlih Verhandlungen keinen Zweck hätten. Der Markgraf wolle fel Forderungen ſofort austragen und ſich nicht hinziehen laſen die Stadt böte auf den König Recht. Wiche keine Partei Wr ihrem Standpunkte, wäre der Krieg trotz des geringfügigen A laſſes unvermeidlich. Sie ſchlügen deshalb vor, Nürnberg fol für alle ſtrittigen Fragen auf die Vermittler oder einen von ihnen Recht bieten, damit die Entſcheidung noch auf 8 Tage in Bamberg gefällt werden könnte. f

Wäre dieſer Vorſchlag den Ratsboten nicht genehm ſollte Nürnberg dem Markgrafen ſeine Auslagen in der 9