452 Die Vorbereitungen zum Städtekrieg.
Sie legten die Vorſchläge allen zum Tage gejandter Städteboten vor. Die Nürnberger Räte fragten, ob es nich doch vorzuziehen wäre, dem Markgrafen ein„beſcheiden Geld anzubieten, um dieſen ſchweren Krieg zu vermeiden.“) Vor allem die Boten der ſchwäbiſchen Städte widerſprachen. Duri ein ſchwächliches Nachgeben Nürnbergs in dieſer Prinzipien frage würden alle Reichsſtädte gleichmäßig geſchwächt; auch ſe träfe die gleiche Schmach. Mit Gut und Blut ſagten ſie fit ihre Städte den Nürnbergern Hilfe zu.
Seit Jahren waren ſie von den Markgrafen und feiner Helfern bedroht worden, war kein Monat vergangen, da nicht Warnung vor Überfällen und Kriegsrüſtungen, der nicht berrumpelungsverſuche oder Beraubungen gebracht hätte. De Blitz, der die gewitterſchwangere Atmoſphäre reinigen mußt erſchien nicht mehr allzu furchtbar. Aus folder Stimmung wurde die Ablehnung der beiden Vorſchläge der Vermittle beſchloſſen.
Selbſt die„Gönner“ der Städte, wie vermutlich del Biſchof von Würzburg waren über die ſchroffe Ablehnung vor allem des erſten Vorſchlages erſtaunt, deſſen Annahme di Städteboten während der Verhandlungen in ſichere Ausſiſt geſtellt hatten.
Daß Nürnberg dem Markgrafen nichts„schuldig“ 8 ſein glaubte,) daß die Stadt ſelbſt unter dem Vorwande eine
von Bayern, die geiſtlichen Kurfürſten, die Ritterſchaft St. Geothel ſchild in Schwaben, die fünf in Bamberg anweſenden Vermittler unt mit den Worten abgelehnt, er wolle in dem Streite überhaupt nur 5 handeln, wenn ihm Nürnberg vorher ſeine 120 000 Gulden Auslal, für Kriegsrüſtung erſetze. Vergeblich hätten Nürnberg auch für 10 Forderung auf den König Recht geboten. Straßburger St.⸗A. A. A. 2% Nr. 718. 1) Vgl. Pfiſter, Geſch. v. Schwaben V. S. 105.
2) Städte⸗Chr. II, S. 127.